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Ghanas Black Stars ohne Angst vor Deutschland

Nairobi/Accra (dpa) - 05.12.2009, 12:25 Uhr

Michael Essien beim Training mit der Mannschaft aus Ghana.
Michael Essien beim Training mit der Mannschaft aus Ghana.

Die «Black Stars« haben Respekt vor Deutschland - aber ein Angstgegner ist das Löw-Team nach der Auslosung der WM-Gruppen in Kapstadt nicht. «Deutschland ist ein starkes Team, ebenso Serbien», sagte Milovan Rajevic, der serbische Nationaltrainer der Ghanaer.

«Aber ich bin zuversichtlich, dass wir ihnen standhalten und die zweite Runde erreichen.» Selbstbewusstsein schöpft das Team nicht nur aus der Tatsache, dass es sich als erste afrikanische Mannschaft - abgesehen von Gastgeber Südafrika - für das Turnier qualifizierte. Mit Mittelfeldspieler Michael Essien hat Ghana eine der größten Hoffnungen des afrikanischen Fußballs in der Mannschaft. Der 26- Jährige gehörte im vergangenen Jahr beim African Cup of Nations zu den herausragenden Spielern. Als Teamkollege von Michael Ballack bei Chelsea dürften bei der Vorbereitung auf die Begegnung mit Deutschland auch Essiens Kenntnisse aus dem «Arbeitsalltag« in der Premier League gefragt sein.

Mit Sulley Muntari (Inter Mailand) spielt ein weiterer Spieler Ghanas in Europa. Die Junioren haben als Sieger der U-20 WM den Ghanaern bereits Appetit auf den ganz großen Pokal gemacht. Eine Reihe der Youngster sind nun auch in Südafrika dabei. Essien konnte bei 2006 in Deutschland bereits WM-Erfahrungen sammeln. Damals war der Traum der Ghanaer nach der zweiten Runde ausgeträumt. Doch in Südafrika wollen die «schwarzen Sterne» funkeln. Schon nach der Qualifikation hatten sie selbstbewusst erklärt, für sie sei die erste WM in Afrika ein «Heimspiel».

Die Reaktionen im Land schwankten zwischen Zuversicht und Skepsis. «Ghana hat vielleicht nicht gerade die Todesgruppe erwischt, aber viel fehlte nicht», sorgte sich ein Kommentator in «ghanaweb» vor allem über die Begegnung gegen Deutschland. Andere sprachen von einem «harten Los».

Doch es wurde auch Selbstbewusstsein zur Schau gestellt. «Die afrikanischen Spieler sollten sich nicht von den großen Fußball-Namen einschüchtern lassen», erklärte der Sportjournalist Kofi Agyepong in der Zeitung «The Mail». «Die Spieler bei der Weltmeisterschaft sind die gleichen, gegen die afrikanische Spieler in den europäischen Topligen spielen. Keine große Sache also.»

Ähnlich sah es Kwesi Nyantakyi, Präsident des ghanaischen Fußballverbandes: «Ghana ist in der Lage, den Weltcup zu holen. Wir haben ein großartiges Team und die meisten unserer Jungs spielen in den europäischen Ligen.»


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