Löw: «Es gab einige Anfragen. Da müssen wir jetzt auch ein wenig was verändern, das werden wir uns jetzt überlegen, welche Mannschaften kommen infrage. Es war ein Spiel gegen Chile angedacht, das in Köln ausgefallen ist. Jetzt müssen wir uns überlegen, ob das so gut ist. Mit Serbien haben wir einen Gegner, der europäisch spielt. Dazu kommt eine afrikanische Mannschaft. Wir werden uns auf die Gangart unserer Gegner entsprechend anpassen.» Gegen Australien hatten Sie auch beim Confed-Cup 2005 das Auftaktspiel, das Deutschland mit Mühe 4:3 gewann. Welche Erinnerungen haben Sie daran? Löw: «Gegen Australien haben wir beim Confederations Cup 2005 gespielt. Auch damals war es das erste Spiel. Es wird ein wichtiges Spiel für uns, und es ist wichtig zu gewinnen. Damals haben die Zuschauer ein sehr unterhaltsames Spiel gesehen mit vielen offensiven Szenen und sieben Toren. Aber es gab auch viele Fehler von uns, gerade in der Defensive. Wir werden unsere Vorbereitung darauf einstellen, viele Informationen sammeln.» Wen sehen Sie in der Gruppe als schärfsten Kontrahenten? Löw: «Es ist eine relativ ausgeglichene Gruppe. Es ist schon eine heikle Aufgabe. Vor Serbien habe ich großen Respekt. Sie haben in der Qualifikation Frankreich hinter sich gelassen und haben eine sehr spielstarke Mannschaft. Ghana ist zusammen mit Algerien die spielstärkste Mannschaft Afrikas. 2006 sind sie erst im Achtelfinale gegen Brasilien ausgeschieden.» Michael Ballack wird in Sachen Ghana ein wichtiger Informant, er spielt mit Michael Essien beim FC Chelsea. Löw: «Da muss ich Michael mal anrufen, der hat die besten Informationen über Essien. Er ist wirklich ein Superstar, vor allem in Ghana. Ghana hat bei den letzten Turnieren gut gespielt. Mit allen afrikanischen Mannschaften ist zu rechnen, weil sie einfach viel, viel gelernt haben. Sie sind taktisch gut geworden sind, alle Spieler stehen in Europa unter Vertrag. Physisch sind sie allen anderen ohnehin ein Stück voraus.» Aufgezeichnet von Jens Mende, dpa
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