Serbien: WM-Pleite 2006 gut verdaut
Kapstadt (dpa) - 04.12.2009, 23:17 Uhr
Der serbische Trainer Antic Radomir (l) begrüßt seinen Landsmann Rajevac (r), Trainer von Ghana.
Serbien feiert 2010 in Südafrika sein WM-Debüt als eigenständiges Land. Vor vier Jahren trat man noch im Verbund mit Montenegro in Deutschland an und erlebte eine Enttäuschung. Besonders bitter war das 0:6 in Gelsenkirchen gegen Argentinien. Gegen die Elfenbeinküste und die Niederlande gab es ebenfalls Niederlagen. Das erste Länderspiel als eigenständiges FIFA-Mitglied folgte nach der WM im August 2006. In der WM-Qualifikation für Südafrika sorgte das Team dann für eine Überraschung. Frankreich und Rumänien, eigentlich favorisiert, wurden distanziert, der Sprung ans Kap problemlos geschafft. Obwohl man mittlerweile in roten Trikots spielt, trägt die Mannschaft den Spitznamen «Beli Orlovi» (Weiße Adler).
«Ich bin zufrieden mit der Gruppe. Deutschland ist der Favorit, aber ich habe großes Vertrauen in meine Mannschaft. Vier, fünf meiner Spieler spielen in der Bundesliga, deshalb kennen wir den deutschen Fußball sehr gut. Es ist eine sehr interessante Gruppe, weil vier verschiedene Fußball-Kulturen aufeinandertreffen», sagte Trainer Radomir Antic, der seine größte Meriten bislang in Spanien sammelte, wo er als einziger Coach die drei Top-Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Atletico Madrid betreute. Gegen Deutschland gab es für die Nachfolgenation Jugoslawiens bislang nur ein Spiel. Vor der EM 2008 gelang der DFB-Elf ein 2:1- Erfolg in Gelsenkirchen durch späte Tore von Oliver Neuville und Michael Ballack. Jugoslawien war zuletzt 1998 in Frankreich deutscher Gruppengegner. In Lens gab es ein 2:2, die Partie wurde vom Überfall deutscher Fans auf den Polizisten Daniel Nivel überschattet. |