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Inspektion im DFB-Hotel - Löw: «Alles nach Plan»

Kapstadt (dpa) - 02.12.2009, 14:12 Uhr

Die Auffahrt zum Eingang des Hotel Velmoré zwischen Johannesburg und Pretoria in Südafrika.
Die Auffahrt zum Eingang des Hotel Velmoré zwischen Johannesburg und Pretoria in Südafrika.

In Kapstadt steigt nach der Einteilung der Lostöpfe die Spannung und auch im deutschen WM-Quartier in der Provinz Gauteng gehen die Vorbereitungen in die entscheidende Phase.

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und Bundestrainer-Assistent Hansi Flick inspizierten die Umgestaltungs-Fortschritte im noblen Hotel Vélmore. Vor den Toren Pretorias wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im kommenden Sommer ihr Hauptquartier aufschlagen. Ein neuer Gebäude-Flügel wurde schon fertiggestellt, anderes wird noch nach den Wünschen der prominenten Gäste umgestaltet.

«Das läuft im Moment alles nach Plan. Wir werden natürlich ständig auf dem Laufenden gehalten», berichtete DFB-Chefcoach Joachim Löw, der vor der Gruppen-Auslosung auf den Abstecher ins abgeschiedene Centurion verzichtet. Löw will im Februar nächsten Jahres persönlich die General-Abnahme vornehmen.

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Im Quartier in dem palastähnlichen Fünf-Sterne-Hotel, das der Deutsche Fußball-Bund von Anfang Juni bis zum Finale am 11. Juli in Johannesburg komplett gebucht hat, führte eine DFB-Delegation ohne Löw wichtige Vorgespräche: Wo wird die medizinische Abteilung ihre Arbeit verrichten? Wo wird das eigene hochmoderne Fitness-Center eingerichtet? Wie soll die Players Lounge aussehen, die angesichts des afrikanischen Winters und der Sicherheitslage eine noch größere Bedeutung als bei den vergangenen Turnieren 2006 in Berlin und 2008 in der Schweiz bekommt. «Wir müssen uns auf eine WM unter anderen Voraussetzungen einstellen. Aufgrund der Sicherheit sind wir auf das Quartier fixiert», sagte Manager Bierhoff.

Shopping-Touren, Bootsausflüge oder Ballonfahrten, wie sie es zur Ablenkung bei den vergangenen großen Turnieren noch gegeben hatte, werden in Südafrika nicht möglich sein. Auch Familien-Treffen etwa zum Abendessen außerhalb des Mannschafts-Quartiers sind schwieriger. Rund um das Hotel gibt es nur kleine Dörfer und viel Steppe. «Wir werden die Spieler und Betreuer auf das Land vorbereiten, dass wir nicht so schnelle Abläufe haben, dass alles etwas anders abläuft. Dass man nicht einfachen sagen kann, 'nehmt ein Auto und macht Euch mal einen freien Nachmittag'», sagte Bierhoff.


Gemeinsam mit Löw-Assistent Flick stand für den ehemaligen DFB- Kapitän in Centurion die Suche nach geeigneten Trainings- Möglichkeiten auf dem Tagesplan. Zwei Plätze rund 15 bis 20 Autominuten vom Hotel Vélmore entfernt sind derzeit favorisiert. Ein Rasen unmittelbar an der DFB-Herberge könnte für einige Fitness- und Regenerations-Einheiten genutzt werden. Das neun Hektar große Hotel- Areal am Hennops-Fluss ist komplett umzäunt.

«An den Trainingsplätzen muss sicher noch gearbeitet werden, aber das ist auch in der Hand des Weltverbandes FIFA. Ich gehe davon aus, dass wir optimale Bedingungen haben werden», erklärte Löw. Erschwerend hinzu kommt das Klima. In Südafrika ist in der Zeit des WM-Turniers vom 11. Juni bis 11. Juli Winter. Schon gegen 17.30 Uhr wird es dunkel in Gauteng. Die Temperaturen können am Abend bis auf den Gefrierpunkt abstürzen. Mit einem speziellen Freizeitprogramm will der DFB einem möglichen Lagerkoller entgegenwirken.

Löw und sein Mitarbeiterstab haben das Quartier vor allem wegen der optimalen Lage ausgesucht. Centurion liegt nicht nur zwischen den WM-Austragungsorten Pretoria und Johannesburg, sondern auch an der Hauptachse nach Rustenburg, wo ebenfalls gespielt wird. Für die Flüge zu möglichen Partien in weiter entfernten Spielorten wie Durban, Kapstadt oder Port Elizabeth könnte der DFB-Tross den nahe gelegenen Militärflughafen Zwartkops AFB nutzen. Zudem ist Centurion über 1000 Meter hoch gelegen, so dass sich die Spieler bereits auf die Höhenbedingungen in den meisten Spielorten einstellen können, die bis zu 1800 Meter hoch liegen.

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