«Zwischen den ersten Spielen in den Gruppen liegt ja fast eine Woche», wies Löw auf die unterschiedlichen Spieltermine hin. Danach und nach den Gruppen-Kontrahenten richten sich nicht nur die Anreise nach Südafrika und die Länge der Vorbereitungszeit, sondern auch die Trainingslager und die Auswahl der Testgegner. Drei Test-Länderspiele hat Löw unmittelbar vor der WM geplant. Nach einem Regenerations-Camp nach Bundesliga-Abschluss am 8. Mai soll der WM-Feinschliff wahrscheinlich in einem Trainingslager in Österreich folgen. Auch die eigenen Vertragsgespräche hat Löw zunächst noch einmal verschoben. Zwar hatten direkt nach der erfolgreichen Qualifikation sowohl der Bundestrainer als auch die DFB-Spitze bereits ihr allgemeines Interesse geäußert, auch nach Südafrika 2010 gemeinsam weiterzumachen. Bislang habe es aber noch keine Verhandlungen gegeben, verriet Löw und ergänzte: «Ob in diesem Jahr noch ein Gespräch stattfindet, weiß ich nicht genau. Erst einmal wollen wir die Auslosung und die Planung der WM-Vorbereitung abschließen.» Löw und Teammanager Oliver Bierhoff schauen gemeinsam mit der großen internationalen Fußball-Gemeinde mit großen Erwartungen Richtung Südafrika, wo schon zur Auslosung mehrere 100 Gäste mit vor allem afrikanischer Show-Prominenz erwartet werden. «Ich hoffe, dass Südafrika diese Chance ergreift. Ähnlich wie andere Länder, die ein gutes Bild in die Welt geschickt haben. Wie Australien bei Olympia 2000 oder Deutschland bei der WM 2006. Da hat es auch viele Vorurteile gegeben: Die hat man dann widerlegt», bemerkte Bierhoff. Der Sicherheitsaspekt wird zwischen Kapstadt und Johannesburg eine große Rolle spielen. «Ganz wichtig wird sein, dass gerade am Anfang keine Sicherheitsprobleme bestehen, dass dort keine Vorkommnisse passieren etwa mit reisenden Fans», sagte Bierhoff. Der ehemalige DFB-Kapitän geht aber fest davon aus, dass Südafrika und der Weltverband FIFA alles für die Sicherheit der Mannschaften und auch der Fans tun werden.
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