Johannesburg (dpa) - 22.10.2009, 13:58 Uhr
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sieht sich im Gastgeberland der Weltmeisterschaft 2010 derzeit Hohn und Spott ausgesetzt.
Im Rundfunk und auf den Titelseiten mokierten sich Südafrikas Medien über angebliche Äußerungen eines privaten Sicherheitsdienstes, der den deutschen Star-Kickern während der WM-Endrunde bei Ausflügen außerhalb ihres Mannschaftsquartiers das Anlegen von schusssicheren Westen empfahl. «Bitte schießt nicht auf uns, wir sind Deutsche!», titelte die seriöse Wirtschaftszeitung «Business Day» spöttisch.
Die auflagenstarke Zeitung «The Star» malte ihren Lesern bereits aus, was sie zur WM von den Deutschen zu erwarten haben: «Eine Gruppe deutscher Fußballstars, die in schusssicheren Westen durch Pretoria tapst und bewaffnete Leibwächter, die sie umschwirren wie Kellnerinnen bei einem Bierfest - das dürfen wir erwarten, wenn das Fußballteam des Landes auf den Rat hört, der angeblich von einer privaten Sicherheitsfirma ausgegeben wurde.»
Das Blatt hatte den zitierten Chef der Sicherheitsfirma angerufen, die sich um die Bewachung des Nationalteams bei der ersten WM auf dem schwarzen Kontinent bewirbt. Im Magazin «Sport Bild» hatte er den Spielern mit Blick auf die hohe Kriminalität Personenschutz und Panzerwesten für das Verlassen des Teamhotels in Südafrika empfohlen. Er erklärte dem «Star», die ihm zugeschriebenen Zitate seien erfunden.
Dagegen teilte die «Sport Bild» mit: Das Zitat («Die Möglichkeit für die Spieler, sich außerhalb des WM-Hotelgeländes frei zu bewegen, sollte auf ein Minimum reduziert werden. Andernfalls muss es das volle Programm geben: bewaffneter Personenschutz und Schutzwesten für die Spieler», aus dem Munde des Herrn Günter Schnelle (Firma BaySecur/Leverkusen) sei nicht frei erfunden. Die Aussage sei autorisiert und zur Veröffentlichung freigegeben worden.