Entschuldigen wollte sich von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem schlechten Spiel gegen Finnland niemand. Am häufigsten wurde als Grund für das magere 1:1 die tiefstehenden Finnen genannt.
Bundestrainer Joachim Löw: «Nach dem Russland-Spiel war es schwer, die Frische und Energie zu haben, die nötig gewesen wäre. Wir hatten enorme Schwierigkeiten, in Fahrt zu kommen, auch weil die Ordnung nicht gestimmt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir allerdings Moral bewiesen. Wir hatten besser Aktionen nach vorne und schon auch Torchancen, von denen wir wenigstens eine verwertet haben. Es wurde nicht lauter in der Halbzeit in der Kabine. Wir haben einfach ein paar Umstellungen vorgenommen. Die Pfiffe der Fans kann ich verstehen, aber was die gesamte Qualifikation betrifft, hat die Mannschaft keine Pfiffe verdient. Wir haben souverän das WM-Ticket erkämpft.»
Oliver Bierhoff (Teammanager): «Uns war bewusst, dass es nach dem tollen und anstrengenden Spiel in Russland schwer wird, sich noch mal hochzufahren. Wir haben einfach zu behäbig gespielt. Wir haben Probleme mit Gegnern, die sich hinten rein stellen und die Räume eng machen.»
Philipp Lahm: «Wir haben uns in letzter Zeit gegen defensiv eingestellte Mannschaften schwergetan. Wir haben nicht zwingend genug gespielt und dann bekommen wir ein Problem. Die Finnen haben aus der ersten Chance gleich ein Tor gemacht. Die Fans zahlen dafür, ins Stadion zu gehen und wollen Tore sehen und das haben wir nicht geschafft.»
Stewart Baxter (Trainer Finnland): «Es klingt ein wenig verrückt: Wir haben zum zweiten Mal gegen Deutschland remis gespielt und sind trotzdem enttäuscht. In der ersten Halbzeit war es ein perfektes Spiel von uns, in der zweiten sind wir müde geworden. Wir sind besonders enttäuscht, dass das Gegentor so spät gefallen ist.»