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Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Hamburg (dpa) - 14.10.2009, 20:04 Uhr

Deutschlands Stürmer Lukas Podolski, Cacau und Mario Gomez (v.l.) vor dem Spiel.
Deutschlands Stürmer Lukas Podolski, Cacau und Mario Gomez (v.l.) vor dem Spiel.

Eine peinliche Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Finnland konnte Lukas Podolski gerade noch verhindern. Die DFB-Mannschaft bot im letzten WM-Qualifikationsspiel in Hamburg beim 1:1 (0:1) eine enttäuschende Leistung.

Adler: Nach 307 Länderspiel-Minuten ohne Gegentor wieder bezwungen. Hatte sonst kaum Gelegenheiten, seinen Nummer-1-Status zu beweisen.

Beck: Defensiv mit großen Problemen und nach vorne viel zu brav. Nur ein guter Schuss (67.). In der Verfassung keine echte WM-Alternative.

Friedrich: Der Berliner spielte wie immer: Solide. Ein Abwehr-Chef vom Format Mertesacker ist er aber auch nach 69 Länderspielen nicht.

Westermann: Selbst die technisch wenig beschlagenen Finnen bereiteten ihm Schwierigkeiten. Klärte immerhin einmal (55.) in höchster Not.


Lahm: Mühte sich auf der linken Seite um kreative Momente, erst in der zweiten Halbzeit wirkungsvoller. Machte oft einen Haken zu viel.

Ballack: Der Kapitän konnte diesmal nur wenig Impulse setzen. Ein Schlenzer in der 16. Minute - das war's. Zur Pause wie geplant raus.

Hitzlsperger: Die Stuttgart-Krise setzte sich im DFB-Trikot fort. Fehlpässe und technische Defizite bestimmten sein 50. Länderspiel.

Trochowski: Zu viel brotlose Kunst statt erhoffter Ballzauber. Konnte vor seinem Heimpublikum wenig WM-Bonuspunkte sammeln.

Cacau: Der Stuttgarter konnte Löws große Vorschusslorbeeren nicht bestätigen. Auf der rechten Außenposition ein Fremdkörper im Spiel.

Gomez: Ein Solo in der 13. Minute ließ hoffen. Danach von Hyypiä problemlos an die Kette gelegt. Von Fans mit Pfiffen verabschiedet.

Podolski: Als Außenstürmer kam der Kölner erneut nicht zurecht. Oft im Abseits, ungewöhnliche technische Defizite. Rettete aber das 1:1.

Gentner: Kam zur Halbzeit für Ballack und machte seine Sache im defensiven Mittelfeld ordentlich. Bleibt im WM-Kandidatenkreis.

Özil: Sorgte mit seiner Spielfreude für den leichten Aufschwung in Halbzeit zwei. Verzog aus spitzem Winkel und traf das Außennetz.

Klose: Durfte für 14 Minuten ran. Segelte einmal knapp am Ball vorbei und vergab per Kopfball die beste Ausgleichschance (84.)

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