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25 000 bejubeln Ballack und Co. in Hamburg

Hamburg (dpa) - 12.10.2009, 19:44 Uhr

Bundestrainer Joachim Löw streckt beim Training den Daumen hoch.
Bundestrainer Joachim Löw streckt beim Training den Daumen hoch.

Wollt Ihr den Schweini sehn? Wollt Ihr den Jogi sehn? Ein langgezogenes «Jaaaa» von rund 25 000 meist jugendlichen Fans begleitete die deutschen Stars zum ersten Training nach geschaffter Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Die sportliche Leitung des DFB-Teams, dass zum nun unbedeuteten Ausscheidungs-Abschluss gegen Finnland antritt, hatte nach dem entscheidenden 1:0-Sieg in Russland die Stadiontore der Hamburger Arena geöffnet. «Es ist ein Dankeschön für unsere Fans», erklärte Manager Oliver Bierhoff, der sich oft Klagen über die Abschottung von Michael Ballack und Co. anhören muss. Nur ab und an dürfen die Anhänger auch beim Üben dabei sein, kurz vor der WM 2006 in Düsseldorf waren es sogar 44 000 - Trainings-Rekord.

«In gewissen Momenten ist es immer schwierig, öffentlich zu trainieren. Es ist einfach schwer, da konzentriert zu arbeiten», begründete Bierhoff die seltene Möglichkeit gerade für die Kinder, ihre Idole «auch ohne Eintrittsgeld» einmal hautnah zu erleben. «Jetzt ist der Zeitpunkt gegeben, deshalb lassen wir die Fans zu», bemerkte Bundestrainer Joachim Löw, der genau wie Lokalmatador Piotr Trochowski auf dem satten Naturgrün besonders gefeiert wurde. Alle 22 von Löw berufenen Spieler waren dabei, auch der HSV-Shootingstar Jerome Boateng, der nach seiner Gelb-Roten Karten zum Länderspiel-Debüt in Moskau gegen Finnland gesperrt ist.

Beim Übungsspielchen gab Löw den Zuschauern sogar ein paar Einblicke in seine personellen Überlegungen für das Finnland-Spiel. Vor der Viererkette Andreas Beck, Arne Friedrich, Heiko Westermann und Marcel Schäfer stellte er Michael Ballack und Thomas Hitzlsperger ins zentrale Mittelfeld, flankiert von Marko Marin und Trochowski. Im Angriff durften sich Cacau und Mario Gomez versuchen. Das erste Trainingstor markierte der Chef persönlich - Ballack war die schmerzhafte Knöchelblessur kaum anzumerken.

Spaß hatte auch Torwart Tim Wiese, obwohl der Bremer in Hamburg einige Pfiffe ertragen musste. Beim Torwart-Training bejubelten die Fans lautstark die Treffer gegen ihn - Wiese machte das Spielchen mit, ließ einige Bälle absichtlich passieren und lächelte.


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