U-20-WM: Hrubesch flucht und mahnt
Suez (dpa) - 30.09.2009, 12:09 Uhr
Die deutschen Spieler bejubeln den Treffer von Richard Sukuta-Pasu (r).
Zum Jubeln nahm sich Horst Hrubesch trotz der vorzeitigen Achtelfinal-Qualifikation keine Zeit. «Für den weiteren Turnierverlauf müssen wir uns steigern. Meine Mannschaft kann mehr, als sie bisher gezeigt hat», kritisierte der Nachwuchstrainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem abschließenden Gruppenspiel bei der U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten. Die Runde der besten 16 Teams hat die DFB-Auswahl bereits sicher erreicht, am 2. Oktober soll aber in Ismailia gegen Kamerun auch der Gruppensieg perfekt gemacht werden. «Ich bin davon überzeugt, dass unser Weg in Ägypten noch weiter geht», erklärte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Mit Platz eins in der Gruppe C würden die DFB-Youngster nicht nur ein Zeichen ihrer Stärke setzen, sondern auch mehr Zeit zur Regeneration erhalten. Im Achtelfinale gegen einen Gruppen-Dritten müsste die Elf erst am 7. Oktober antreten. Scheitert das DFB-Team aber gegen Kamerun und rutscht auf Platz drei ab, müsste es schon am am 5. oder 6. Oktober ran. Nach den Ergebnissen in den anderen Gruppen reichen der Hrubesch-Elf die bisher gewonnenen vier Punkte aber in jedem Fall, um zumindest als einer vier besten Dritten der sechs Gruppen in die K.o.-Runde einzuziehen. Als Gruppen-Zweiter würde sie ihr Achtelfinale am 5. Oktober austragen.
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Nach dem souveränen 3:0 zum Auftakt über die USA machten sich beim 1:1 gegen Südkorea erstmals Defizite bemerkbar. «Wir haben gesehen, dass einige im Spielbetrieb sind und andere keinen richtigen Rhythmus in ihren Einsätzen haben», meinte Sammer. Wegen der verweigerten Abstellungen der Bundesligavereine muss der DFB in Ägypten auf 25 Jungprofis verzichten und mit einem Rumpfkader antreten. Dennoch fordert Hrubesch eine Steigerung seiner Schützlinge. Gegen Südkorea fluchte der Coach derart aufgeregt an der Seitenlinie, dass er vom Schiedsrichter in der 22. Minute auf die Tribüne verwiesen wurde. «Ich erwarte mehr von meiner Mannschaft. Kamerun hat viel Substanz, das wird eine noch schwerere Aufgabe», mahnte Hrubesch. |