München (dpa) - 23.09.2009, 15:54 Uhr
Im Falle einer verpassten Direkt-Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika rechnet Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in den Playoffs nicht mit einem dicken Brocken.
«Wir haben uns bei der FIFA erkundigt. Es gibt eine Setzliste nach der FIFA-Weltrangliste, da hilft uns unsere gute Platzierung. Wir könnten also nicht auf Frankreich, sondern eher auf Griechenland treffen, wenn Otto Rehhagel Gruppenzweiter wird», sagte Niersbach in einem Interview mit der «Sport Bild». «Klar ist noch nicht, ob die besser platzierte Mannschaft zuerst zu Hause oder auswärts spielt oder ob das ausgelost wird.»
Am 10. Oktober spielt die Nationalmannschaft ihre vorentscheidende Qualifikationspartie bei Verfolger Russland, der in der Tabelle der Gruppe 4 einen Punkt hinter der DFB-Elf rangiert. Zum Abschluss dieser Quali-Runde steht am 14. Oktober in Hamburg die Partie gegen Finnland an.
Das Team von Bundestrainer Joachim Löw hat es also selber in der Hand, den unliebsamen Gang in die Playoffs zu vermeiden. Er hoffe, dass Playoff-Spiele wie 2001 gegen die Ukraine erspart blieben, sagte Niersbach. «Die Anspannung war damals größer als vor den Endspielen, in denen wir standen.» Vor den Titelkämpfen 2002 hatte sich die deutsche Auswahl durch ein 1:1 und ein 4:1 gegen die Ukraine für die WM in Südkorea und Japan qualifiziert.
Niersbach verriet zudem Planungen für einige DFB-Begegnungen. So stehe der Verband in Verhandlungen und wolle für den 3. März 2010 einen «echten Klassiker» in München präsentieren. «Danach beginnt die Vorbereitung auf die WM Südafrika. Da werden wir wahrscheinlich zwei Spiele, die von der WM-Auslosung abhängen, plus ein Benefizspiel in Aachen, möglicherweise gegen Malta, bestreiten», sagte der DFB-Generalsekretär.