Löw: WM-Befürchtungen unbegründet
Johannesburg (dpa) - 26.06.2009, 17:23 Uhr
Joachim Löw (r) und Hansi Flick (l) verfolgen das Spiel der USA gegen Spanien.
Joachim Löw hat bei seiner Stippvisite in Südafrika wichtige sportliche und organisatorische Erfahrungen für die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen. «Die Befürchtungen, dass die Stadien nicht fertig sind oder die Infrastruktur Probleme bereitet, ist relativ unbegründet», sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur dpa in Johannesburg kurz vor dem Rückflug nach Deutschland. Die Atmosphäre bei den von ihm besuchten Halbfinalspielen des Confederations Cups sei durchaus beeindruckend gewesen. «Die Geräuschkulisse ist ungewohnt. Bei uns in den Stadien sind es eher die Anfeuerungsrufe und Schlachtgesänge, hier sind es andere Töne», sagte Löw in Bezug auf den ohrenbetäubenden Lärm der Vuvuzelas. «Mit Dauer ist es auch etwas nervend», gestand der Bundestrainer.
Nach Ansicht von Teammanager Oliver Bierhoff gehört dies aber auch zur Besonderheit eines Turniers auf einem anderen Kontinent. «Es ist schön, verschiedene Arten der Anfeuerung mitzubekommen. Es wäre schade, wenn die Vuvuzelas verboten würden.» Der Manager beschrieb seine Eindrücke als gut. «In den Stadien war die Stimmung sehr herzlich und es war alles gut organisiert. Man merkte aber noch nicht die Fußball-Begeisterung wie beim Confed Cup 2005 in Deutschland.» Auch wenn Rekord-Weltmeister Brasilien und Außenseiter USA das Endspiel des WM-Testturniers bestreiten, war für Löw «Spanien die beste Mannschaft im Turnier». Der Europameister hatte gegen die Amerikaner überraschend im Halbfinale mit 0:2 verloren und spielt nun nur um Platz drei gegen Gastgeber Südafrika. «Spanien hatte die bessere Spielanlage als Brasilien. Die Brasilianer leben von vielen Individualisten, aber Spanien ist die spielerisch stärkste Mannschaft», analysierte Löw. |