Kurz vor den vereinbarten Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff sein Interesse an einer Vertragsverlängerung bekräftigt.
«Das ist ein traumhafter Job, der punktuell mit großem Druck verbunden ist», sagte Bierhoff in Hamburg, «aber ich kann gut damit umgehen». Bei einem Gespräch mit DFB-Präsident Theo Zwanziger in den nächsten Wochen könnte bereits die vorfristige Vertragsverlängerung geklärt werden. Möglicherweise wird Bierhoff seinen nach der WM 2010 auslaufenden Vertrag im Sommer sogar bis 2014 verlängern. Seit seinem Arbeitsbeginn 2004 habe er viel bewegen können, betonte der ehemalige Stürmer: Neue Datenbanken, ein Scouting-System seien entwickelt, nun kümmere er sich um den Aufbau einen Leistungszentrums für den DFB.
Arbeitsverträge seien für ihn «Ehrensache», betonte der 41-Jährige: «Wenn es hart auf hart kommt, muss man sich an Verträge halten», sagte er mit Blick auf die aktuellen Trainerwechsel in der Bundesliga. «Ich hoffe, dass man das Rad ein bisschen zurückdreht und dass Verträge wieder etwas gelten». Dennoch solle man nicht alle Trainerwechsel über einen Kamm scheren. Wenn es eine Ausstiegsklausel gäbe, dann sei der Abschied nicht unfair.
Als unfair empfand Bierhoff allerdings die Kritik von Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im Zusammenhang mit Bruno Labbadias Wechsel nach Hamburg. Völler hatte die Einflussnahme eines Medienberaters kritisiert, der sowohl Labbadia als auch Bierhoff berät. «Ich finde die unsachlichen Anfeindungen unnötig, ich verstehe nicht, warum er überhaupt meinen Namen nennt», sagte Bierhoff. Im Laufe der Jahre habe er gelernt, mit solchen Aussagen umzugehen: «Ich lasse mich nicht von meinem Arbeitsstil abbringen».