WM-Gruppengipfel gegen Russland auf Kunstrasen
München (dpa) - 08.06.2009, 10:47 Uhr
Die Spieler vom FCB und un von Spartak Moskau stehen 2006 auf dem Kunstrasen im Luschniki-Park.
Ausgerechnet im wohl entscheidenden Spiel um die direkte Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 muss die deutsche Nationalmannschaft gegen Russland erstmals ein Länderspiel auf Kunstrasen bestreiten. Um für den Gruppengipfel am 10. Oktober im Moskauer Luschniki-Park optimal gewappnet zu sein, wird Bundestrainer Joachim Löw darum vor dem Abflug nach Russland die Trainingseinheiten der DFB-Auswahl auf einem Kunstrasenplatz in Mainz abhalten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. «Für uns ist das sicher ungewohnt», sagte Löw zu der Austragung des Spitzenspiels der Gruppe 4 auf Kunstrasen. «Es wird für unsere Spieler eine neue Erfahrung sein, aber wir sind trotzdem optimistisch, dass wir unter bisher unbekannten Voraussetzungen unser sportliches Ziel gegen die Russen erreichen werden.» Der Trainingsort Mainz sei bewusst gewählt worden, um «eine intensive und gezielte Vorbereitung» zu ermöglichen, betonte der Bundestrainer: «Die Anlage in Mainz bietet uns dafür optimale Bedingungen.»
Bei dem vor Auslands-Reisen obligatorischen Besuch des Länderspiel-Austragungsortes hatte die DFB-Delegation den Kunstrasen im Luschniki-Park begutachtet. Die Anlage in Mainz bietet einen Kunstrasen, der exakt dem der Anlage in Moskau entsprechen soll. Somit könne man sich auf die Partie gegen Russland so vorbereiten, «wie wir uns das vorstellen», bemerkte Teammanager Oliver Bierhoff. Deutschland führt die Gruppe 4 nach sechs von insgesamt zehn Qualifikationsspielen mit 16 Punkten vor dem schärfsten Verfolger Russland an. Die Russen weisen nach erst fünf Partien 12 Zähler auf. Am 10. Juni muss die Auswahl des niederländischen Trainers Guus Hiddink in Finnland antreten, das als Tabellendritter mit zehn Punkten ebenfalls noch Chancen auf die WM-Teilnahme hat. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die Endrunde 2010 in Südafrika. Der Tabellenzweite muss im kommenden November zwei WM-Relegationsspiele gegen einen anderen Gruppenzweiten bestreiten.
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