Stadion «ganz in Weiß» soll Finnland stärken
Helsinki (dpa) - 09.09.2008, 11:44 Uhr
Auf Jari Litmanen müssen die Finnen verzichten.
Finnlands Fußballfans wollen die Angst ihrer Nationalelf vor Podolski-Toren «Ganz in Weiß» bekämpfen. Zum ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland sollen die 40 000 Plätze im Olympiastadion von Helsinki möglichst mit total weiß gekleideten Zuschauern gefüllt sein, forderte das Magazin «Futismaailma». Das habe auch schon beim EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien im letzten Sommer geklappt, als die Hausherren 2:0 gewannen. Solch spezielle Unterstützung von den Rängen und am besten auch den Segen höhere Mächte brauchen die Schützlinge des britischen Trainers Stuart Baxter (55) wohl auch, denn noch nie in Finnlands Fußballgeschichte konnte sich die Nationalelf für eine WM oder EM qualifizieren. Zum Auftakt der WM-Qualifikation fällt mit Altstar Jari Litmanen (37) vom FC Lahti ausgerechnet der immer noch wichtigste Spieler und Rekord-Nationalspieler mit 115 Einsätzen krankheitsbedingt aus.
Dass dem früheren Weltklasse-Stürmer vom FC Barcelona und Ajax Amsterdam in Lahti ein Denkmal gebaut werden soll, hilft Baxter bei seinen Aufstellungssorgen gegen die Elf von Bundestrainer Joachim Löw wenig. Alle Hoffnungen ruhen nun auf Mikael Forsell (27), nach mehren Stationen in England Bundesliga-Stürmer bei Hannover 96. Der groß gewachsene Finne mit schwedischem Namen und deutschem Geburtsort hat beste Erinnerungen an das letzte WM-Qualifikationsspiel beider Mannschaften 2001 im Olympiastadion der finnischen Hauptstadt. Forssell schoss die weißblaue Platzherren allein 2:0 in Führung, ehe es am Ende mit 2:2 eine Punkteteilung gab. «Wir brauchen Tore», sagt er vor der Neuauflage trocken. Ob Forsell allein Spitze spielt oder mit Jonatan Johansson (33) von Malmö FF, leiß Baxter noch offen. Beim Stichwort «Tore» allerdings erwähnen die Zeitungen in Helsinki weit mehr den Namen Lukas Podolski, und das mit gewaltigem Respekt. Bremsen sollen den Münchner entweder der leicht angeschlagene Toni Kallio (30, FC Fulham) oder Nachwuchsspieler Veli Lampi (24, FC Zürich). Neben Petri Pasanen (27) von Werder Bremen als Rechtsverteidiger setzen die Finnen hinten auf die gewaltige Routine von Abwehrchef Sami Hyypiä (34, FC Liverpool). |