Löw hat keinen Grund, seine in dieser Saison gegen Belgien (2:0) und Liechtenstein (6:0) erfolgreiche Formation zu ändern. Auch die kritischen Fragen zur Form von Miroslav Klose wischte der DFB-Coach beiseite. «Miro ist schon noch sehr wichtig für die Mannschaft.» Der glücklose Ersatz-Kapitän wehrt sich gegen die Angriffe. «Ich habe weder ein Kopfproblem noch glaube ich nicht an mich.» Lahm springt dem Münchner Kollegen zur Seite. «Ich merke nichts von einem Problem. Torflauten gab es auch bei anderen Stürmern.» Mehr noch als die Angriffsabteilung wird in Helsinki die Defensive mit Torwart Robert Enke und dem Innenverteidiger-Duo Serdar Tasci/Heiko Westermann auf dem Prüfstand stehen. «Die Verteidigung wird jetzt getestet», sagte Lahm. Während Marcell Jansen nach einer Halsentzündung wieder trainieren konnte, musste der Schalker Christian Pander wegen eines grippalen Infektes vorzeitig die Heimreise antreten. Löw hat somit noch 19 Spieler im Kader. Zwanzigers Ruhe-Appell dürfte Löw für eine konzentrierte Vorbereitung recht kommen. Neuen Redebedarf über den bei der EM ausgebrochenen Konflikt gibt es nach der jüngsten Aussage Ballacks vom Sonntag aber sicherlich. «Die Nationalmannschaft hat schon gewonnen, als Oliver Bierhoff noch nicht ihr Manager war. Und auch zukünftig wird es für den Erfolg nicht entscheidend sein, ob Bierhoff Manager ist oder nicht», hatte der Kapitän der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» gesagt. Bierhoff hielt sich an Zwanzigers «Präsidialerlass» und verzichtete auf eine Retourkutsche. «Da hat Michael nicht ganz Unrecht», sagte er der «Bild»-Zeitung. Die voraussichtliche Aufstellung: Enke - Fritz, Tasci, Westermann, Lahm - Schweinsteiger, Rolfes, Hitzlsperger, Trochowski - Klose, Podolski
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