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Bierhoff: Erst 2009 Gedanken über Zukunft

Nürnberg (dpa) - 20.08.2008, 13:02 Uhr

Oliver Bierhoff auf dem Weg zu einer Pressekonferenz.
Oliver Bierhoff auf dem Weg zu einer Pressekonferenz.

Oliver Bierhoff will erst kurz vor Ende der WM-Qualifikation seine eigene Zukunft beim DFB klären. «Es reicht, wenn ich mich ab Mitte 2009 damit beschäftige», sagte der Manager der deutschen Nationalmannschaft vor dem Start in die neue Länderspiel-Saison.

Nach Platz drei bei der Weltmeisterschaft 2006 und Rang zwei bei der Europameisterschaft sieht er sich und Bundestrainer Joachim Löw «vor einem neuen Zyklus». Weiter als bis zur WM 2010 in Südafrika plane er derzeit nicht, erklärte Bierhoff. «Es macht mir viel Spaß. Ich merke, die Unterstützung», sagte der 40-Jährige. Allerdings räumte Bierhoff auch ein: «Es wäre verkehrt zu glauben, wir hätten alles richtig gemacht. Südafrika wird ein ganz anderes Turnier mit ganz anderen Abläufen.»

Wie bei Löw läuft der Kontrakt von Bierhoff nach der WM in zwei Jahren aus. «Für mich ist wichtig, was kann ich noch bewegen», sagte der Europameister von 1996, der inzwischen zum DFB-Präsidium gehört. Das Turnier in Österreich und der Schweiz hat Bierhoff inzwischen für seinen Bereich gründlich aufgearbeitet und die Analyse beim DFB eingereicht. Insgesamt wertete er auch den außersportlichen Bereich als Erfolg. So sei der geplante Etat von rund 20 Millionen Euro deutlich unterschritten worden, betonte der Manager.

Auch die zum Teil heftig kritisierten Events um das DFB-Team wie die EM-Nominierung auf der Zugspitze oder die EM-Abschlussfeier in Berlin verteidigte Bierhoff. «Es war wichtig, auch Dinge zu riskieren.» Allerdings will er in Zukunft noch mehr Einfluss auf den Ablauf solcher Veranstaltungen nehmen und darauf achten, «dass eine gewisse Seriosität und der sportliche Charakter gewahrt bleiben», sagte Bierhoff der «Sport-Bild». Vor allem der Auftritt des Comedians Oliver Pocher, der die Spanier mit einem Tanz verunglimpfte, stieß bei den Verantwortlichen des DFB übel auf.

Bierhoff konkretisierte auch die Pläne für einen sogenannten «Fan-Tag». Schon unmittelbar nach der EM hatte der DFB seinen Anhängern mehr Offenheit versprochen, nachdem sich das Nationalteam bei der EM abgeschottet hatte. Laut Bierhoff plant der DFB einen «Fußball-Tag für Familien». Dabei sollen sich die DFB-Nachwuchstrainer den Kindern annehmen. Als Höhepunkt ist am Abend ein offizielles Training der Nationalmannschaft geplant. Der Termin ist noch offen.


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