Sie sind hier: Startseite > Nationalmannschaft > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

Bierhoff: «Da wird es immer mal wieder zoffen»

Frankfurt/Main (dpa) - 21.11.2007, 19:17 Uhr

Oliver Bierhoff zieht nach drei Jahren im Amt ein Fazit.
Oliver Bierhoff zieht nach drei Jahren im Amt ein Fazit.

Nach der harschen Auseinandersetzung mit Rudi Völler zieht DFB-Teammanager Oliver Bierhoff in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Bilanz.

Herr Bierhoff, Sie sind jetzt drei Jahre Teammanager, sitzen inzwischen auch im DFB-Präsidium, ist die Verbandskarriere damit festgeschrieben?

Bierhoff: «Ich bin da ganz kurzfristig reingerutscht. Erstmal bin ich sehr zufrieden, dass diese Position, die es früher ja gar nicht gab, nicht mehr diskutiert wird, dass ich viele Dinge initiieren kann wie den DFB-Imagespot, dass ich Dinge bewegen kann. Die Anerkennung des Präsidiums ist da, das heißt ja auch, man traut mir etwas zu. Aber längerfristige Planungen habe ich wirklich nicht.»

Deutsche Nationalmannschaft DFB Nationalmannschaft Fanartikel

Nationalmannschaft Tickets bei Viagogo bestellen

Wie sehen Sie Ihre Rolle im DFB mit der Erfahrung von drei Jahren?

Bierhoff: «Es war ja erst ein Projekt 2006 mit Jürgen Klinsmann - und es war auch innerhalb des Verbandes manchmal schwer. Inzwischen ist das gegenseitige Vertrauensverhältnis enorm gewachsen, das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Matthias Sammer, die sehr gut ist. Im Sportkompetenz-Gremium, das ich leite, hat man Einblick in Trainerausbildung und in Jugendförderung. Es ist einfach klasse, für die Nationalmannschaft zu arbeiten.»


Also keine persönlichen Pläne zur Veränderung?

Bierhoff: «Ich lass' das alles auf mich zukommen. Ich habe früher immer sehr weit geplant. Es glaubt mir immer noch keiner, ich wollte diesen Job eigentlich nicht. Ich hatte meiner Frau nach meiner Karriere gesagt: 'Wir sind jetzt freier, haben Anonymität' - jetzt stehe ich wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit.»

Was hat sich für den Funktionär Bierhoff geändert?

Bierhoff: «Der zeitliche Aufwand ist größer, aber auch die Identifikation mit dem Verband ist größer geworden. Ich habe das Vertrauen von Theo Zwanziger, er sieht die Ergebnisse der Arbeit.»

Ärgert es da umso mehr, dass die Anerkennung aus der Liga fehlt, Sie sogar zur Reizfigur geworden sind?

Bierhoff: «Länderspiel, Fernsehvertrag, Benefizspiele - es wird immer wieder versucht, diese Spannungen und diesen Kampf zwischen DFB und Liga hineinzutragen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Diskussionen - auch Reizpunkte - geholfen haben. Da wird es immer mal wieder zoffen, das gehört dazu. Mit Sicherheit ist es so, dass ich diese Rolle in der Post-Klinsmann-Zeit eingenommen habe.»

Was steckt hinter den neu entfachten Attacken aus der Liga?

Bierhoff: «Es tut mir leid, wenn immer dieser Eindruck entsteht, als ob wir jemanden kritisieren wollen, wenn wir über unsere Arbeit sprechen. Aber Fakt ist, unsere Mannschaft lockt 30 000 Zuschauer zum öffentlichen Training an, wir haben eine unheimliche Begeisterung, die besten Zuschauerquoten und im WM-Jahr 1,4 Millionen Trikots verkauft. Die Mannschaft hat die erfolgreichste EM-Qualifikation seit langem absolviert - das alles kann nicht nur mit einem WM-Schwung zusammenhängen. Das haben wir nur mit einer Philosophie, einem Konzept, einer Linie - der Begriff ist mir egal - geschafft. Wenn ich jetzt erlebe, wie alle die Hymne singen, da sage ich: 'He, das hat die Mannschaft geschafft'.»

Die Bundesliga argumentiert, bei einem Club - wie etwa Energie Cottbus - ist eine Philosophie wie bei der Nationalmannschaft nicht umzusetzen.

Bierhoff: «Ich hab' bei Chievo Verona gespielt, das ist ein Verein, der hat 8000 Zuschauer gehabt. Mit einer Philosophie hat er es bis in den UEFA-Cup geschafft. Auch Mainz hat eine gewisse Philosophie, als Verein und Mannschaft. Gladbach hatte früher eine Philosophie. Man kann auch eine falsche Philosophie haben, aber man hat eine. Je erfolgreicher die Clubs sind, umso ruhiger wird es.»

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat gefordert, den Streit mit Rudi Völler beizulegen.

Bierhoff: «Das verstehe ich vollkommen. Auch Rudi Völler hat viel für den deutschen Fußball getan, die Mannschaft 2002 erfolgreich bis zur Vize-Weltmeisterschaft geführt. Obwohl ich nicht immer die besten Karten bei ihm hatte, habe ich immer gesagt: 2000 war er die richtige Person. Deutschland brauchte diese Persönlichkeit, diesen Volkshelden, um die Mannschaft aus diesem Tal herauszuholen. Wir haben uns auch als Spieler und Trainer das eine oder andere Mal gezofft.»

Interview: Jens Mende, dpa

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
21.11. 14:56 - DFB-Team bei WM-Auslosung in Topf 1
21.11. 13:00 - Löw weiter im Stress: Vorgeschmack auf WM 2010
21.11. 12:15 - Deutschland droht bei EM-Auslosung Lostopf 1
20.11. 15:38 - Löw macht Podolski zum Schweinsteiger-Konkurrenten
20.11. 15:35 - Wales will Debakel vermeiden und «Spaß haben»
20.11. 13:44 - Podolski gegen Wales wieder im Mittelfeld
20.11. 11:50 - Grippaler Infekt: Training ohne Torwart Enke
20.11. 11:43 - Notizen zum Spiel Deutschland - Wales
19.11. 18:04 - Klose verspricht Schützenfest gegen Wales
19.11. 13:26 - Klose kündigt Schützenfest gegen Wales an
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com