Löw weiter im Stress: Vorgeschmack auf WM 2010
Frankfurt/Main (dpa) - 21.11.2007, 13:00 Uhr
Miroslav Klose (r) und Lukas Podolski jubeln über einen Treffer gegen Zypern.
Frankfurt - Durban - Luzern: Nach dem letzten Länderspiel des Jahres ist für Joachim Löw noch lange nicht Schluss für 2007. Nur zwei Tage nach Abschluss der EM-Qualifikation gegen Wales fliegt der Bundestrainer gemeinsam mit Teammanager Oliver Bierhoff, Assistenzcoach Hansi Flick und einer DFB-Abordnung zur Auslosung für die Ausscheidung zur WM 2010 nach Südafrika. In Durban werden am 25. November die neun europäischen Qualifikations-Gruppen ausgelost. Nur die Ersten der acht Sechser- und einer Fünfer-Gruppe buchen ein direktes WM-Ticket. Die acht besten Gruppen-Zweiten müssen in Hin- und Rückspielen vier weitere der insgesamt 13 Europa-Plätze für Südafrika ausspielen. «Wir bleiben bis Montag in Südafrika, haben dort einige Dinge zu erledigen», berichtete Georg Behlau, Leiter des Büros Nationalmannschaft beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). So soll es erste Termin-Vorgespräche mit den Qualifikations-Gegnern geben, der exakte Spielplan wird später zusammengestellt. «Ich hoffe, dass wir das bis Weihnachten vom Tisch haben», sagte Behlau, der sich dann wieder ausschließlich der EM-Endrunde 2008 in der Schweiz und Österreich widmen will. Schon jetzt laufen alle Vorbereitungen auf Hochtouren. So war der amerikanische Fitness-Experte Mark Verstegen am vergangenen Wochenende extra nach Frankfurt gekommen, um mit Löw alle Details für die unmittelbare EM-Vorbereitung zu klären.
Richtig spannend wird es für die Nationalmannschaft am 2. Dezember: Dann findet in Luzern die EM-Gruppen-Auslosung statt. Danach können endlich die letzten Daten für Trainingslager und Testspiele festgelegt werden. Auch die Testgegner unmittelbar vor dem Endrunden-Turnier 2008 sind noch offen. «Die Tendenz geht zu zwei Spielen in Deutschland», verriet Bierhoff. Die Sparrings-Partner dürften sich vor allem nach den Qualitäten der Vorrunden-Gegner richten. Bisher wurde nur festgelegt, dass im Vorbereitungscamp auf Mallorca vom 19. Mai an vermutlich zehn Tage lang ausschließlich trainiert wird. Die 23 EM-Spieler dürfen wie schon 2006 wieder ihre Familien mitnehmen, aber nur für zwei, drei Tage. «Einfach, damit die Spieler nach der langen Bundesliga-Saison mit ihren Liebsten kurz zusammen sein können, dann noch konzentrierter arbeiten. Der Versuch ist vor der WM auf Sardinien sehr gut gelungen», erläuterte Bierhoff. Eine längere gemeinsame Zeit auf der Lieblingsinsel der Deutschen verhindert die kurze Spanne zwischen Bundesligaende (17. Mai) und EM-Beginn (7. Juni). «Wir haben einfach das Dilemma, das wir fünf Tage weniger haben als vor der WM 2006. Deshalb schaffen wir auch keinen reinen Familienurlaub und dann das Trainingslager», sagte der Teammanager. |