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DFL gibt am 24. August Votum für Ausrüster ab

London (dpa) - 21.08.2007, 18:42 Uhr

Ein Schuh von adidas (r) und einer von Nike sind vor einem DFB-Logo platziert.
Ein Schuh von adidas (r) und einer von Nike sind vor einem DFB-Logo platziert.

In der entscheidenden Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über den Ausrüster der Nationalmannschaft will sich am 24. August auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu Wort melden.

«Wir werden vorab in der DFL beraten. Wir werden mit Sicherheit als DFL ein Votum abgeben», sagte der neue Präsident des Ligaverbandes, Reinhard Rauball, in London. Die DFL soll laut Grundlagenvertrag mit 18 Prozent an den Zuwendungen des Ausrüsters beteiligt sein.

Er habe ein Vier-Augen-Gespräch mit dem DFB-Präsidenten Theo Zwanziger geführt, erklärte Rauball, der erstmals als Delegationsleiter für das deutsche Team beim Länderspiel am Mittwoch im neuen Wembley-Stadion gegen England fungiert. Rauball versicherte in einem Nobelhotel in der britischen Metropole: «Am Freitag bei der Präsidiumssitzung soll es und wird es eine Lösung geben.»

Laut Fachmagazin «kicker» plant der DFB, seine Partnerschaft mit adidas sogar bis mindestens 2018 fortzusetzen und nicht auf die 500-Millionen-Euro-Offerte des amerikanischen Sportartikelherstellers Nike einzugehen. Dafür soll das in Herzogenaurach beheimatete Unternehmen adidas, das seit über 50 Jahren dem DFB verbunden ist, für die Ausrüstung der Nationalteams von sofort an jährlich 20 Millionen Euro statt wie bisher 11 Millionen Euro überweisen. Von 2011 an sollen es pro Jahr 25 Millionen Euro sein. Zudem soll adidas Gelder in den Ausbau von Bolzplätzen investieren.

Darauf einigten sich offenbar Zwanziger und adidas-Vorstandschef Herbert Hainer, nachdem ein Schiedsgericht den streitenden Parteien zu einer Vergleichslösung geraten hatte. Knackpunkt einer monatelangen Auseinandersetzung war, ob der DFB seinen Vertrag über den 31. Dezember 2010 hinaus mit adidas bis 2014 verlängert hat oder nicht.

Der Verband bestritt dies immer, adidas behauptete das Gegenteil. Nike hatte mit einem 500-Millionen-Euro-Vertragsangebot über acht Jahre die Entscheidung erschwert. «Ich freue mich, dass wir die Nationalmannschaft auf solch ein Niveau geführt haben, dass sie nun das bekommt, was ihr Wert ist», meinte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. Die Entscheidung falle aber auf einer anderen Ebene. Bierhoff riet: «Wir sollten uns jetzt zurückhalten.»


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