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Beckenbauer für längeres Löw-Engagement

Herzogenaurach (dpa) - 29.05.2007, 11:06 Uhr

Joachim Löw beobachtet das Training der Nationalspieler.
Joachim Löw beobachtet das Training der Nationalspieler.

Schon ein Jahr vor der Fußball-EM 2008 macht sich Franz Beckenbauer für ein längerfristiges Engagement von Bundestrainer Joachim Löw stark.

«Ganz gleich, was 2008 passiert, wäre es gut, wenn er länger bleibt», sagte der ehemalige Teamchef in einem Interview mit der «Welt» vor den letzten beiden Länderspielen dieser Saison. Beckenbauer lobte den aktuellen Chef des DFB-Teams: «Im Moment ist es so, dass es für die Nationalmannschaft keinen besseren gibt als Joachim Löw mit seinem Trainerstab.» Löw habe es nach der stimmungsvollen Weltmeisterschaft im eigenen Land geschafft, die Nationalelf weiter kontinuierlich voran zu bringen, machte Beckenbauer deutlich: «Im Moment ist die deutsche Nationalmannschaft die beste und konstanteste in Europa.»

Deshalb sieht der Fußball-«Kaiser» den dreimaligen Europameister Deutschland (1972, 1980, 1996) derzeit auch als Favoriten auf die kontinentale Krone 2008: «So, wie sie im Moment spielen, ja. Sie sind auf dem hohen WM-Niveau geblieben, während die anderen abgefallen sind. Jeder kämpft ums Überleben, wir nicht.» Allerdings sieht der 103-malige Nationalspieler bis zum Turnier in der Schweiz und Österreich international noch Veränderungen: «Die anderen werden sich aber stabilisieren.»

Es sei «die beste Entscheidung des DFB» gewesen, Löw nach dem dritten WM-Platz die Nachfolge von Jürgen Klinsmann zu übertragen, betonte Beckenbauer vor den EM-Qualifikationsspielen am Samstag in Nürnberg gegen San Marino und vier Tage später in Hamburg gegen die Slowakei. «Er war der Ausbilder der Mannschaft, er kennt sie, das passt zusammen.» Schon bei Klinsmann hatte Beckenbauer eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwartet: «Jürgen Klinsmann hat etwas aufgebaut und nicht zu Ende geführt. Deshalb dachte ich, er bleibt dabei, um den nächsten Schritt zu tun und einen Titel zu gewinnen. Er hat sich anders entschieden.»


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