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Egidius Braun erhält für Leipziger Ehrenmedaille

Aachen (dpa) - 25.05.2007, 14:38 Uhr

Egidius Braun aufgenommen beim Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien.
Egidius Braun aufgenommen beim Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien.

Der Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Egidius Braun, hat als unermüdlicher Kämpfer für die Stadt Leipzig als Spielort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 die Ehrenmedaille der Stadt erhalten.

Braun habe sich maßgeblich als Botschafter für Leipzig eingesetzt, sagte der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bei der Verleihung in Aachen. Der 82 Jahre alte Aachener Braun nahm die Auszeichnung Freude strahlend entgegen. DFB-Präsident Theo Zwanziger hielt für Braun, der im Herbst vergangenen Jahres einen zweiten Schlaganfall erlitten hatte, die Dankesrede.

Ohne Braun hätte es in Leipzig keinen Stadionneubau, keinen FIFA Confederations Cup, keine Endrundenauslosung und keine WM-Spiele gegeben, sagte Jung. «Egidius Braun war der festen Überzeugung, wenn die WM in Deutschland stattfindet, geht es nur im wiedervereinigten Deutschland mit ein bis zwei Spielen in den neuen Bundesländern», sagte er. Dass die Stadt zum festen Bestandteil der deutschen Bewerbung wurde, sei Braun zu verdanken.

Die Leipziger Auszeichnung sei für Braun etwas ganz Besonderes, sagte Zwanziger. Nach der deutschen Wiedervereinigung habe das Zusammenwachsen der Gesellschaften begonnen. «Hier muss der Sport eine zentrale und bedeutende Rolle spielen», habe Braun immer betont. Eine Bewerbung ohne die Bundesländer im Osten wäre mit Egidius Braun nicht möglich gewesen. «Für mich wird Egidius Braun immer das Vorbild des deutschen Fußballs sein», sagte Zwanziger.

Nach seinem zweiten Schlaganfall tritt Braun kaum noch in der Öffentlichkeit auf. Die Feierstunde in einem Aachener Museum erlebte er mit seiner Frau Marianne. Braun war im Oktober 1992 als Nachfolger des verstorbenen Hermann Neuberger zum achten DFB-Präsidenten gewählt worden. Von 1988 bis 2000 war er Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA. Der DFB hatte ihn nach der Amtsübergabe an Gerhard Mayer-Vorfelder (2001) mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten ausgezeichnet.


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