DFB benennt Professor für adidas-Schiedsverfahren
Frankfurt/Main (dpa) - 28.03.2007, 15:35 Uhr
Oliver Bierhoff sieht den DFB jetzt schon als Gewinner im Ausrüsterstreit.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Tübinger Universitäts-Professor Harm Peter Westermann als Schiedsrichter für das Verfahren im Ausrüster-Streit mit adidas benannt. Dies gab der DFB bekannt. Nachdem der Herzogenauracher Sportartikelhersteller seinen Vertreter bereits nominiert hatte und nun ebenfalls den Namen öffentlich machte, bleiben den beiden Schiedsrichtern nun zwei Wochen Zeit, um den Vorsitzenden des dreiköpfigen Gremiums zu bestellen. Dieser wird dann die alleinige Entscheidung treffen, ob adidas einen gültigen Vertrag bis 2014 mit dem DFB besitzt. Davon geht das Unternehmen aus. Eine zweite Instanz wird es nicht geben. Der Verband, dem ein 500-Millionen-Angebot von adidas-Rivale Nike von 2011 an vorliegt, ist indes der Auffassung, dass der Kontrakt mit dem langjährigen Partner Ende 2010 ausläuft und ließ sich dies durch ein Rechts-Gutachten bereits bestätigen. Der deutsche Ausrüster beantragte daraufhin ein Schiedsgericht mit der Klärung.
In dem Gremium wird das Unternehmen von Professor Peter W. Heermann vertreten. Der 46 Jahre alte gebürtige Hannoveraner lehrt an der Universität Bayreuth Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Rechtsvergleichung und Sportrecht. Zeitweilig war er auch als Richter am Oberlandesgericht in Nürnberg tätig. Auch der DFB einigte sich wie bereits angekündigt auf einen Vertreter, der nicht aus den eigenen Reihen kommt. Der 69 Jahre alte Westermann studierte in Münster, Paris und Wien. Er arbeitet seit vielen Jahren als juristischer Gutachter sowie national und international als Schiedsrichter. 1969 war Westermann in Köln zum Professor ernannt worden. Zuletzt war er bis Februar 2006 Dekan der juristischen Fakultät der renommierten Tübinger Universität. |