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Ballack beklagt Podolski-Ausfall gegen die Schweiz

Düsseldorf (dpa) - 05.02.2007, 15:31 Uhr

Michael Ballack, Torsten Frings und Mike Hanke (l-r) auf dem Weg zum Training der DFB-Auswahl.
Michael Ballack, Torsten Frings und Mike Hanke (l-r) auf dem Weg zum Training der DFB-Auswahl.

Miroslav Klose kann trotz Daumen-Verletzung gegen die Schweiz auf Torejagd gehen, aber der Ausfall von Lukas Podolski bleibt für Kapitän Michael Ballack ein ärgerliches Handicap im ersten Länderspiel des Jahres.

Die Sperre des Bayern-Stürmers behindert die Planspiele von Bundestrainer Joachim Löw, der bei dem Freundschaftsspiel am 7. Februar in Düsseldorf im Angriff den Podolski-Partner für das kommende EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien finden möchte, bei dem wiederum WM-Torschützenkönig Klose eine Gelb-Sperre absitzen muss.

«Der Blick liegt schon auf dem Spiel gegen Tschechien. Miro ist in Prag nicht dabei, darum ist es nicht so günstig, dass Poldi gegen die Schweiz gesperrt ist und man im Angriff nicht so testen kann», sagte Ballack nach der ersten Trainingseinheit in der Düsseldorfer Arena. Neben dem Kapitän und dem auf ausdrücklichen Wunsch von Löw Trainingsgast Podolski nahmen nur noch acht weitere Akteure aus dem nominierten 20-Mann-Aufgebot an der kurzen Übungseinheit teil. Die noch am Vorabend in der Bundesliga aktiven Akteure wie Rückkehrer Kevin Kuranyi und Neuling Mario Gomez absolvierten nur eine Regenerationseinheit im Hotel, bei der auch der Berliner Arne Friedrich und der Leverkusener Bernd Schneider dabei waren.

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Kuranyi, Gomez, Hanke und Schlaudraff heißen die Kandidaten, die sich gegen die Schweiz für die vakante Sturmposition neben dem bei Löw für das Tschechien-Spiel «gesetzten» Podolski empfehlen können. «Wir brauchen Alternativen», sagte der Bundestrainer, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Gladbachers Oliver Neuville darum auch Kuranyi und Gomez nominiert hatte. Ballack begrüßte vor allem, dass der Bundestrainer WM-Verlierer Kuranyi nach 15 Monaten eine neue Chance im DFB-Team gibt. «Kevin hat sich mit Leistung aufgedrängt», sagte der Kapitän über den Schalker, der mit acht Treffern in der Bundesliga-Torschützenliste gleichauf mit dem Wolfsburger Mike Hanke hinter Klose und Gomez (je 11) in der Spitzengruppe rangiert.

Im Gegensatz zu seinen früheren Münchner Teamkollegen Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm, die sich im Nationaltrikot auch aus ihrem frustrierenden Leistungstief beim FC Bayern befreien wollen, sieht England-Legionär Ballack die Tage im Kreise der Nationalelf nicht als notwendige psychologische Aufbauhilfe an. «Ich brauche keine Seelenmassage», sagte der Mittelfeldspieler und wies Vermutungen zurück, er wäre in London nicht zufrieden. «Ich weiß nicht, wer so etwas kolportiert. Ich fühle mich wohl bei Chelsea. Sportlich ist es völlig okay. Wir stehen an der Spitze, haben Kontakt zu Manchester United und sind auch in der Champions League gut dabei», so Ballack.


Die Nationalmannschaft will 2007 ebenfalls an die Erfolge des WM-Jahres anknüpfen und vor allem in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz ihre Führungsposition behaupten. «Wir können es uns nicht leisten, die Zügel schleifen zu lassen. Es stehen wichtige Qualifikationsspiele an. Die Schweiz ist für uns ein wichtiger Prüfstein», sagte Christoph Metzelder. Der Dortmunder soll nach halbjähriger Verletzungspause im Abwehrzentrum erstmals seit der WM wieder gemeinsam mit dem seitdem ebenfalls nicht mehr eingesetzten Bremer Per Mertesacker verteidigen. «Wir sind froh, dass Metzelder und Mertesacker wieder dabei sind. Bei der WM haben sie eine tolle Innenverteidigung gebildet», sagte Löw. Der Bundestrainer könnte gegen die Schweizer in der Startelf bis auf Podolski zehn Akteure aufbieten, die im gewonnenen WM-Viertelfinale gegen Argentinien auf dem Platz standen.

Gelassen können die Nationalspieler in Düsseldorf den Streit um ihren künftigen DFB-Ausrüster verfolgen. Ob adidas oder ab 2011 Nike - Klose & Co hatten ihren Kampf um Fußballschuhe ihrer Wahl und ihrer Sponsoren schon nach der WM gewonnen. «Den Spielern kann es egal sein, wer der Ausrüster ist. Wichtig ist, dass sie sich mit ihrem Schuhwerk ausrüsten können», sagte Team-Manager Oliver Bierhoff.

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