Der Streit um die geplante Vorführung des WM-Films «Deutschland. Ein Sommermärchen» durch die deutsche Botschaft in London ist beigelegt. Alle 22 Nationalspieler haben schriftlich ihr Einverständnis zur Aufführung gegeben. Das erklärte die Botschaft auf Anfrage der dpa.
Einige DFB- Akteure wollten zunächst geklärt wissen, wem die Auslandsrechte und damit eventuelle Einnahmen an dem Film von Regisseur Sönke Wortmann zustehen. Sie hatten ihr Einverständnis bislang nur für eine Ausstrahlung in Deutschland gegeben. Anders als von Teammanager Oliver Bierhoff dargestellt, wird für die Aufführung jedoch Eintritt verlangt. Jeder Besucher muss umgerechnet rund 22,50 Euro (15 Pfund) entrichten. Bierhoff hatte zuvor erklärt: «Nirgendwo wird Eintritt verlangt, also kommen auch keine Einnahmen zu Stande.» Allerdings kommt der Erlös nach Abzug aller Kosten den SOS-Kinderdörfern zugute. Die deutsche Botschaft geht davon aus, eine Spende von mehr als 3700 Euro überweisen zu können.
Der WM-Film wird am 8. November auf Einladung des Botschafters Wolfgang Ischinger und Nationaltorwart Jens Lehmann (FC Arsenal) in einem Londoner Kino aufgeführt. Mittlerweile wollen auch andere Botschaften und Goethe-Institute den Film über die WM-Auftritte der DFB-Elf zeigen. Bislang haben knapp drei Millionen Menschen den Dokumentarfilm in den Kinos gesehen.