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Vier-Wochen-Findung: Chronologie einer Suche

Frankfurt/Main (dpa) - 25.07.2004, 15:07 Uhr

Nach einem Monat steht in Jürgen Klinsmann der Nachfolger für Rudi Völler im Amt des Teamchefs der deutschen Fußball-Nationalmannschaft so gut wie fest. Die wichtigsten Stationen einer turbulenten, verwirrenden Suche:

24. Juni: Rudi Völler tritt nach EM-Aus überraschend zurück. Ex- Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld bekundet Gesprächsbereitschaft: «Logische Folge für mich.»

26. Juni: DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder erklärt die Trainer- Suche zur geheimen Chefsache. Informationssperre.

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28. Juni: DFB bestätigt offiziell die Kontaktaufnahme mit Hitzfeld.

1. Juli: Hitzfeld lehnt ab. «Ich bin derzeit nicht in der Verfassung, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiter zu helfen.»


2. Juli: Mayer-Vorfelder: «Es empfiehlt sich nicht, genaue Grenzen zeitlicher Art festzulegen.»

3. Juli: DFB-Vizepräsident Franz Beckenbauer fordert eine ganz auf die WM ausgerichtete Übergangslösung. «Wie es danach weitergeht, ist völlig egal.»

5. Juli: Trainersuche keine Chefsache mehr. DFB-Trainer-Findungs- Kommission (TFK) mit Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Generalsekretär Horst R. Schmidt, Liga-Präsident Werner Hackmann und WM-OK-Chef Franz Beckenbauer nimmt Arbeit auf.

7. Juli: Erste TFK-Gespräche mit weiteren Anwärtern. Neuer Wunschkandidat: Otto Rehhagel. Bundesinnenminister Otto Schily stellt klar: «Wir können es uns nicht leisten, eine Entscheidung lange hinaus zu zögern.»

10. Juli: Nächster Wunschkandidat sagt ab: Rehhagel bleibt Grieche.

11. Juli: Beckenbauer bringt Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ins Spiel - und verwirft diesen ein paar Tage darauf wieder.

14. Juli: Beckenbauer: «Die Tendenz geht dahin, dass es ein Ausländer wird.» Kandidaten: Guus Hiddink (PSV Eindhoven), Morten Olsen, Nationalcoach Dänemarks, Arsene Wenger (Arsenal London).

15. Juli: Wenger sagt endgültig ab.

16. Juli: Hiddink bestätigt Kontakt mit DFB - Olsen schweigt. - Bundeskanzler Gerhard Schröder: «Ich werde mich nicht bewerben.»

19. Juli: Beckenbauer: «Winfried Schäfer ist ebenfalls ein Kandidat.» Mitglied Schmidt schlägt in der TFK-Sitzung Klinsmann als Völler- Nachfolger vor, auf Hinweis von Ex-Bundestrainer Berti Vogts.

20. Juli: Mayer-Vorfelder und Schmidt nehmen in New York Gespräche mit Klinsmann auf.

21. Juli: Dreier-Lösung mit Klinsmann als Teamchef, Oliver Bierhoff als Team-Manager und Holger Osieck als Trainer wird immer wahrscheinlicher.

24. Juli: Klinsmann landet in Deutschland zu weiteren Verhandlungen mit dem DFB und bestätigt, Teamchef der deutschen Nationalmannschaft werden zu wollen. Beckenbauer: «Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr gefällt mir diese Idee.»

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