Bei einem Gespräch in Stuttgart mit DFB-Präsident Gerhard Mayer Vorfelder, Liga-Präsident Werner Hackmann, DFB- Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie Schatzmeister und Theo Zwanziger, der am 23. Oktober zum Geschäftsführenden Präsidenten gewählt werden soll, sei man sich «in vielen Dingen näher gekommen», sagte DFB-Pressesprecher Stenger. Dabei dürfte es auch um die Finanz- Fragen gegangen sein. Laut «Bild am Sonntag» muss der DFB für das zweijährige Engagement des Triumvirats 10 Millionen Euro berappen: 5 Millionen für Klinsmann, 3 für Bierhoff und 2 Millionen für Osieck. Stenger bezeichnete diese Angaben als «reine Spekulationen». Dennoch dürfte es sich um Annäherungswerte handeln. Klinsmann nahm bereits die Gespräche mit Ex-Auswahlkollege Bierhoff auf. Nächste Woche trifft dann auch Trainer-Kandidat Osieck ein, der am Wochenende bei der Hochzeit seines Sohnes in Kanada war. Der ehemalige Auswahlcoach der Nordamerikaner soll Klinsmanns fehlende Praxis als Trainer wettmachen. «Es gibt kaum einen erfahreneren Trainer», meinte Beckenbauer, der mit Osieck an der Seite und Klinsmann auf dem Feld 1990 den Weltmeister-Titel als Teamchef gewann. Klinsmann alleine wäre nicht gegangen, sagte Beckenbauer, der zuvor Rekordnationalspieler Lothar Matthäus Chancen auf den Posten eingeräumt hatte. «Es war Bestandteil der Verhandlungen: Klinsmann ja - aber mit einem Team an der Seite.» Klinsmann, der vor vier Jahren im Schnellverfahren den Trainerschein gemacht hatte, will auf die Ratschläge von Völler auf keine Fall verzichten. «Er ist immer im Boot mit drin. Wenn es zu Stande kommt, wird er ein ganz wichtiger Ansprechpartner sein», erklärte der Schwabe. Völler habe in den letzten vier Jahren die Mannschaft aus dem Effeff aufgebaut. Der Kontakt des DFB zu Klinsmann war erst durch einen Tipp von Ex-Nationalcoach Berti Vogts zu Stande gekommen, den Generalsekretär Schmidt zu einem ersten Telefongespräch nutzte. Vor einer Woche präsentierte er den Vorschlag seinen Kollegen der Trainer-Findungs- Kommission (TFK). «Wir waren alle überrascht», meinte Beckenbauer. «Aber je länger ich darüber nachdenke, umso mehr gefällt mir diese Lösung.»
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