Unendliche Bundestrainer-Suche - Schäfer Kandidat
Frankfurt/Main (dpa) - 19.07.2004, 13:47 Uhr
Ein Kameramann wartet vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schweigt weiter, es redet allein Franz Beckenbauer. Während der DFB nach dem zweiten Treffen der Trainer-Findungs-Kommission (TFK) in Frankfurt/Main keine Informationen zum Stand der Suche nach einem Nachfolger von Rudi Völler gab, drehte TFK-Mitglied Beckenbauer weiter am Findungs-Karussell. «Winnie Schäfer ist ebenfalls ein Kandidat», sagte Beckenbauer der «Bild»-Zeitung. Sicher nicht zur Freude der DFB-Spitze, wie DFB-Pressesprecher Harald Stenger zu erkennen gibt: «Wenn sich einzelne Mitglieder äußern, kann ich das nicht beurteilen. Ich bleibe dabei, dass wir keine Wasserstandsmeldungen abgeben.»
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Stenger teilte nach dem TFK-Treff lediglich mit, die Kommission habe «Positionen ausgetauscht und weitere Schritte beraten. Es bleibt dabei, es gibt erst dann eine öffentliche Erklärung, wenn eine endgültige Entscheidung gefallen ist». Neben Beckenbauer gehören noch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Generalsekrätär Horst. R. Schmidt und DFL-Chef Werner Hackmann zum Quartett der Finder. Während also die Suche nach einem Bundestrainer im Verborgenen weiterläuft, kritisierte Beckenbauer erneut Völlers Entschluss. «Ich weiß bis heute nicht, welcher Teufel ihn da geritten hat. Es gab für diesen Rücktritt überhaupt keine Notwendigkeit», sagte Beckenbauer in einem Interview mit der Münchner «tz». Völler hatte nach dem Vorrunden-Aus bei der EM vor über drei Wochen überraschend das Handtuch geworfen. «Jetzt haben wir die Misere: Wo kriegen wir im Juli einen Trainer her.» Außenstehende hätten leicht reden. «Aber das war der ungünstigste Moment, den es gab», meinte Beckenbauer weiter. |