Ohne Ballack gegen die Türkei - Kahn angeschlagen
München (dpa) - 02.10.2005, 17:02 Uhr
Michael Ballack während des Spiels gegen den FC Chelsea im April.
Jürgen Klinsmann muss beim Härtetest gegen die Türkei auf Michael Ballack verzichten, ein Fragezeichen steht zudem hinter dem angeschlagenen Torhüter Oliver Kahn und dem erkrankten Stürmer Miroslav Klose. Der an einer Grippe erkrankte Ballack sagte dem Bundestrainer am Wochenende in Absprache mit Bayern-Coach Felix Magath zumindest für das erste von zwei WM-Testspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Istanbul ab. Eventuell wird der Mannschaftskapitän für das zweite Länderspiel vier Tage später in Hamburg gegen China wieder zur Verfügung stehen. Die Absage Ballacks für das Türkei-Spiel wurde nach dem 2:0-Erfolg der Bayern gegen den VfL Wolfsburg vereinbart. «Es macht wenig Sinn, wenn Michael die Reise in die Türkei mitmachen würde. Ich denke, Jürgen Klinsmann wird das auch so sehen. Vielleicht kann er zum zweiten Spiel nachreisen», berichtete Magath. Der zusätzlich an einer Muskelverhärtung laborierende Ballack musste am Wochenende das Bett hüten und konnte am Sonntag auch nicht am Oktoberfest-Besuch der Bayern-Profis teilnehmen.
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Oliver Kahn will nach seiner Rotations-Auszeit bei den letzten Länderspielen gegen die Slowakei (0:2) und Südafrika (4:2) dagegen unbedingt gegen die Türkei und China wieder im Tor der Nationalelf stehen. Der 36-Jährige musste zwar gegen Wolfsburg wegen einer schmerzhaften Knie-Stauchung verletzt passen, er wird aber nach einem Sponsoren-Termin zum Treffpunkt der DFB-Auswahl nach Hamburg anreisen. «Mir fehlen noch zwei Tage», beschwichtigte Kahn, der fest mit einem Einsatz in den Länderspielen rechnet. Ansonsten müsste Jens Lehmann, der eigentlich nur zum Fitnesstest nach Hamburg kommen soll, in Istanbul für Rivale Kahn einspringen. Auf der Kippe steht auch Miroslav Klose. Klinsmann vereinbarte mit dem Bremer Stürmer, der tags zuvor beim 2:1-Auswärtssieg des SV Werder bei Hertha BSC wegen einer fiebrigen Erkältung gefehlt hatte, dass man zunächst die weitere gesundheitliche Entwicklung abwarten wolle. Die einzige erfreuliche Wochenend-Nachricht für Klinsmann war die Tatsache, dass Torjäger Lukas Podolski nach seiner Muskelverletzung beim Kölner 1:2 in Nürnberg 90 Minuten durchspielte. |