Mayer-Vorfelder verteidigt Torwart-Rotation
München (dpa) - 16.09.2005, 14:44 Uhr
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder agiert auf einer Pressekonferenz.
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, hat die Torwart-Rotation von Bundestrainer Jürgen Klinsmann verteidigt. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird nach Ansicht des DFB-Chefs aber trotz der Wechselspiele in jedem Fall Oliver Kahn vom FC Bayern München der Schlussmann der deutschen Nationalmannschaft sein. «Ich halte die Torhüter-Rotation für sinnvoll, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass zur WM 2006 jemand anderes als Oliver Kahn im Tor steht», sagte Mayer-Vorfelder dem Deutschen Sport Fernsehen (DSF). Der DFB-Präsident wies damit skeptische Äußerungen von vielen Experten, darunter Franz Beckenbauer, zur Rotation zurück. Auch Kritik an seiner eigenen Amtsführung durch den Chef des WM-Organisationskomitees wollte Mayer-Vorfelder nicht unkommentiert lassen. «Nicht jedes Wort vom Franz ist das elfte Gebot vom Berg Sinai. Er sagt auch Dinge, die nicht stimmen.»
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In der Diskussion um eine mögliche Nachfolgeregelung für Klinsmann nach der WM sprach sich der im kommenden Jahr aus dem Amt scheidende Mayer-Vorfelder gegen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus aus. «Ich sehe Lothar Matthäus nicht als Nachfolger für Jürgen Klinsmann. 150 Länderspiele hin oder her, ein Trainer sollte einen Trainerschein haben. Den hat Lothar nicht», sagte er. Dem 2001 wegen seiner Kokain-Affäre gestrauchelten Christoph Daum bescheinigte Mayer-Vorfelder hingegen seine Wertschätzung. Auch eine Rückkehr des Trainers von Fenerbahce Istanbul auf die deutsche Fußball-Bühne sei mittlerweile möglich. «Ich halte Christoph Daum nach wie vor für einen exzellenten Trainer und finde, er hat eine zweite Chance verdient.»
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