Bundesinnenminister Otto Schily hat nach dem Fußball-Länderspiel Niederlande - Deutschland in Rotterdam ein positives Fazit aus sicherheitspolitischer Perspektive gezogen.
«Die Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften haben immer eine besondere Brisanz. Um so erfreulicher ist es, dass es im und außerhalb des Stadions De Kuip ein insgesamt friedliches Fußballfest war», sagte Schily.
Die rund 1300 deutschen Fans hatten sich außerhalb von Rotterdam getroffen, erhielten dort nach einem Gutscheinsystem gegen Vorlage ihres Personalausweises die Karten und waren gemeinsam ins Stadion und nach Spielende wieder zurückgebracht worden. Am Spieltag selbst hatte es aus Sicherheitsgründen keinen Kartenverkauf mehr gegeben.
«Die Kooperation mit den niederländischen Behörden hat sich einmal mehr bewährt. Durch Meldeauflagen und Gefährderansprachen nach dem Passgesetz sind potenzielle deutsche Gewalttäter im Vorfeld bereits von einer Anreise abgehalten worden. Darüber hinaus ist bei Schwerpunktkontrollen im Grenzbereich 14 Personen die Ausreise untersagt worden», erklärte der Minister nach seiner Rückkehr aus Rotterdam. Insgesamt wurden von den deutschen Behörden 467 Personen im Zusammenhang mit dem Fußballspiel kontrolliert.