Keeper-Kampf hinter Neuer - Chance für Zieler
Mönchengladbach (dpa) - 13.08.2012, 14:32 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw meldet sich mit Zuversicht zurück. Foto: Arne Dedert
Der Weg zurück in die Fußball-Nationalmannschaft kam für Marc-Andre ter Stegen schneller als erwartet. Nach der Absage von Stammkeeper Manuel Neuer wurde der 20-jährige Gladbacher von Bundestrainer Joachim Löw für den Test gegen Argentinien nachnominiert. Anfangen wird am Mittwoch in Frankfurt/Main gegen Lionel Messi & Co. aber erst einmal Ron-Robert Zieler von Hannover 96. «Ob Zieler durchspielt, lassen wir offen», sagte Löw und machte ter Stegen damit Hoffnung, früher als gedacht nach seinem unglücklichen Länderspiel-Debüt beim 3:5 gegen die Schweiz eine weitere Bewährungschance im DFB-Trikot zu erhalten. Nach der Ausmusterung von Routinier Tim Wiese (30) gehört Zieler (23) und ter Stegen (20) die Zukunft - hinter Neuer. Mit dem 26 Jahre alten EM-Keeper plant der Bundestrainer «auch für die kommenden zwei Jahre» als Nummer 1. Neuer ist gesetzt für die Qualifikationsspiele zur WM 2014 in Brasilien. Dahinter hat Löw einen Konkurrenzkampf der jungen Bundesligatalente eröffnet, mit Zieler und ter Stegen an der Spitze. Auch den U 21-Auswahlkeepern Oliver Baumann (22) vom SC Freiburg und Bernd Leno (20/Bayer Leverkusen) machte er am Montag Hoffnung. «Wir wollen uns die nächsten drei, vier Monate ein Bild machen, wer als Nummer zwei und drei hinter Neuer rückt», sagte Löw.
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Der hochgelobte ter Stegen nimmt den Kampf an: «Ich bin fit und heiß», sagte er nach seiner Nachnominierung. Nach mehr als zwei Monaten hat der 20-Jährige seine schmerzhafte Premiere mit fünf Gegentreffern als positive Erfahrung abgehakt. «Es war mein erstes Länderspiel und eine weitere Station in meinem Leben. Daher war es sehr wichtig für mich», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. «Es gibt solche Spiele, das ist menschlich. Ich nehme es sportlich.» Geholfen hat ihm in der ersten schwierigen Phase seiner bislang noch jungen, aber sehr erfolgreichen Karriere das private Umfeld. «Es war gut, die Familie um sich zu haben. Meine Freundin war ganz wichtig in dieser Phase. Man muss so etwas auch abhaken können, das habe ich relativ schnell geschafft», erzählte der junge Torhüter. |