DFB trennt sich von Nationalelf-Sprecher
Frankfurt/Main (dpa) - 07.08.2012, 14:46 Uhr
Der Vertrag von Harald Stenger als Sprecher der Nationalmannschaft wurde nicht verlängert. Foto: Marcus Brandt
Elf Jahre lang war Harald Stenger eines der Gesichter der Fußball-Nationalmannschaft. Millionen Fernseh-Zuschauer kennen ihn, weil er bei Welt- und Europameisterschaften immer die Pressekonferenzen des deutschen Teams leitete. Nach dem Länderspiel gegen Argentinien in der kommenden Woche wird der frühere Redakteur der «Frankfurter Rundschau» das nicht mehr tun, denn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich von seinem Nationalmannschafts-Sprecher trennen. Der am 31. August auslaufende Vertrag des 61-Jährigen werde nicht verlängert, teilte der DFB mit. Was der Verband vordergründig wie eine normale Personalie darzustellen versucht, ist wohl eher die Folge eines Machtspiels beim DFB. Stenger jedenfalls reagierte enttäuscht auf die Entscheidung. «Ich hätte gerne weitergemacht. Über weitere Hintergründe möchte ich mich nicht äußern», erklärte er.
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«Ich habe in all den Jahren einen klaren Kurs gefahren und bin dadurch, dass ich oft unbequeme Positionen bezogen habe, sicher einen riskanten Weg gegangen», betonte Stenger. Die sportliche Leitung um Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff habe ihm aber «bei der Bekanntgabe der Entscheidung mitgeteilt, dass sie mit meiner Arbeit immer sehr zufrieden war, ich mich stets korrekt und loyal verhalten habe, die Zeit für einen Wechsel aber reif gewesen sei». Bierhoff nannte Stenger auch eine «wichtige Bezugsperson für die Trainer und Spieler» und würdigte sowohl ihn als auch und den ebenfalls scheidenden Servicemann Manfred Drexler als «zwei tolle Persönlichkeiten, die sich um die Nationalmannschaft verdient gemacht haben». Dennoch war das Verhältnis zwischen Stenger und der DFB-Spitze schon lange nicht mehr konfliktfrei. |