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Markant und erfolgreich: Hannes «de Nas» Löhr wird 70

Düsseldorf (dpa) - 05.07.2012, 09:52 Uhr

Trainer Hannes Löhr wird 1988 von den Spielern nach dem Gewinn von Olympiabronze auf Schultern getragen. Foto: dpa
Trainer Hannes Löhr wird 1988 von den Spielern nach dem Gewinn von Olympiabronze auf Schultern getragen. Foto: dpa

Er war im «Jahrhundertspiel» Deutschland gegen Italien dabei und ist Teil der bislang letzten Kölner Meistermannschaft: Hannes Löhr. Am Donnerstag wird «de Nas» 70 Jahre alt.

Seinen Geburtstag feiert Löhr seinen Geburtstag im kleinen Kreis. Eine große Party braucht der bodenständige frühere Nationalspieler (20 Länderspiele) nicht. Vom Fußball und gerade dem 1. FC Köln kann Hannes Löhr auch im Ruhestand nicht lassen. «Der FC ist ein Stück meines Lebens, er hat einen Teil von mir geprägt und ich einen Teil des FC», sagte Löhr. Er ist Teil der bislang letzten Kölner Meistermannschaft. Und da das Team 1978 auch den DFB-Pokal holte, wurde er zum Abschluss seiner Karriere sogar Double-Gewinner. Noch heute geht Löhr regelmäßig ins Stadion, zu «seinem» FC.

Erfolge und spektakuläre Matches prägten die Laufbahn von «de Nas», wie der in Eitorf an der Sieg geborene Löhr wegen seines markanten Riechorgans vor allem in Köln genannt wird. Löhrs 166 Bundesliga-Treffer in 381 Partien sind noch immer Clubrekord (vor Dieter Müller/159 und Pierre Littbarski/116). «Ich fand sie alle toll», sagte der ehemalige Stürmer schmunzelnd über seine Treffer. Auf ein besonders Tor mochte er sich nicht festlegen.

1964 wechselte Löhr vom damaligen Oberligisten SF Saarbrücken nach Köln. 1965 traf er im dramatischen Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Landesmeister zum 2:2-Endstand. Es kam zur legendären Entscheidung durch Münzwurf, bei der Köln den Kürzeren zog. Für die «Geißböcke» arbeitete er bis 1986 auch als Manager und Trainer, ehe er seine Erfahrung als Ausbilder für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) einbrachte. Etliche spätere Top-Stars wie Michael Ballack oder Sebastian Kehl profitierten von Löhrs Engagement. Eine ganz besondere Trophäe ist die Bronzemedaille, die er als Kopf der deutschen Olympia-Auswahl 1988 in Seoul gewann.

Unvergessen bleibt zudem die Weltmeisterschaft 1970, bei der Löhr in allen sechs Partien für Deutschland zum Einsatz kam - auch im sogenannten «Jahrhundertspiel» im Halbfinale gegen Italien (3:4 n.V.). Als in Köln vor knapp zwei Monaten ein Benefizspiel für den im Wachkoma liegenden Heinz Flohe ausgerichtet wurde, war der ehemalige Teamkamerad Löhr selbstverständlich auch dabei.


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