Die deutsche Mannschaft hätte es sich insgesamt leichter machen können. «In der ersten Halbzeit hat uns bei drei, vier Situationen der Killerinstinkt gefehlt, um mit 3:0 oder 4:0 in Führung zu gehen», sagte Löw und haderte mit dem Kopfballtor von Michael Krohn-Dehli (24.). «Aus dem Nichts, aus einem Standard machen die Dänen ein Tor. Dann spielen andere Dinge eine Rolle», sagte der Bundestrainer. Das Aus drohte. Nerven behalten war kurzzeitig angesagt, als Portugal gegen die Niederlande mit 2:1 in Führung gegangen war. «Es war das erste Entscheidungsspiel. Wir haben die Gruppe überstanden, mit neuen Punkten ist das eine Klasseleistung», bilanzierte Löw stolz. Nach dem dritten strapaziösen Ukraine-Trip können Gomez und Co. nach der nächtlichen Rückkehr ins Danziger Stammquartier jetzt erst einmal durchpusten und bis Freitag neue Kräfte sammeln. «Wir haben eine gute Ausgangsposition. Wir spielen gegen einen Gruppenzweiten und wir spielen in Danzig. Wir müssen nicht reisen», betonte Müller. Griechenland flößt niemanden Angst ein. Eine Niederlage gegen den Überraschungs-Europameister von 2004 gab es für Deutschland noch nie. «Mit den Griechen hatte niemand so richtig gerechnet», gestand auch Löw, der aber gleich vor dem destruktiv spielenden Gegner warnte: «Sie sind Meister der Effizienz.» Sein Team aber inzwischen auch: Gegen Portugal (1:0), die Niederlande (2:1) und Dänemark (2:1) wurde dreimal mit einem Tor Unterschied gewonnen. «Wir können uns noch steigern», sagte Hummels. Das Turnier geht jetzt erst richtig los. Die erste Prämie haben die deutschen Spieler auch eingefahren - 50 000 Euro zahlt der DFB pro Mann für den Einzug in das Viertelfinale. Für den EM-Titel würde jeder der 23 Akteure die Rekordprämie von 300 000 Euro kassieren.
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