Neuer war nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Leverkuseners René Adler vor der WM 2010 zur Nummer 1 aufgestiegen. Beim Turnier in Südafrika kassierte er bei seinen sechs Einsätzen nur drei Gegentore. In bislang 25 Länderspielen kam Deutschlands amtierender Fußballer des Jahres auf 21 Siege und nur zwei Niederlagen. «Er wird bei der EM ein bisschen mehr zu tun bekommen», prophezeite Köpke vorausschauend auf die schwere Vorrundengruppe mit Portugal, Holland und Dänemark. Hinter Neuer sei der Konkurrenzkampf «enger» geworden, erklärte Köpke. Insbesondere der erst 19-jährige ter Stegen halte «richtig gut», seit er die Nummer 1 in Gladbach sei. Der hochgelobte ter Stegen liegt in der Bundesliga in mehreren Statistiken wie zum Beispiel abgewehrten Bällen vorne. «Wenn es nach diesen Statistiken geht oder Meinungsumfragen, haben wir fast bei jedem Länderspiel zwei andere Torhüter dabei», bemerkte Köpke einschränkend. «Wir haben uns im Moment auf unsere Torhüter festgelegt. Wir vertrauen diesen Jungs auch», sagte der Bundestorwarttrainer zum Trio Neuer, Weise, Zieler und fügte hinzu: «Sie können auch einmal einen Wackler haben oder einen Fehler machen.» Die sportliche Leitung um Bundestrainer Löw werde bis zur Nominierung des EM-Kaders Anfang Mai «die ganze Situation weiter beobachten», kündigte Köpke an. «Es kann auch relativ schnell gehen, wenn sich jemand verletzt», sagte er mit Verweis auf 2010. Vor der Weltmeisterschaft hatte sich der zur Nummer 1 erklärte Leverkusener René Adler verletzt, Neuer rückte auf und stand in Südafrika im Tor. «Das zeigt, wie schnell es geht», bemerkte Köpke.
Köpke-Interview in der ZDF-Mediathek
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