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Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

11.11.2011, 23:00 Uhr

Thomas Müller (M) erzielte das erlösende 3:3 in Kiew. Foto: Thomas Eisenhuth
Thomas Müller (M) erzielte das erlösende 3:3 in Kiew. Foto: Thomas Eisenhuth

Ron-Robert Zieler: Noch Glück, als er gegen Schewtschenko zögerte (3.). Dann ohne Chance bei den Gegentoren. Sicherte mit starken Paraden am Ende das 3:3.

Jérôme Boateng: Kam mit der neuen Dreierkette überhaupt nicht klar, schwache Zuspiele, falsches Stellungsspiel. Dazu unmotivierte Vorstöße.

Holger Badstuber: Sollte die Dreierkette organisieren, das misslang zunächst. Bei den ersten Gegentoren kam er aus der Offensive nicht rechtzeitig zurück.

Mats Hummels: Er konnte das neue System noch am besten. Aufmerksam, schloss rechts die Lücken. Doch auch er orientierte sich in einigen Szenen zu weit noch vorn.

Christian Träsch: Fühlte sich wohl auf dieser Position weiter vorn. Gab mächtig Gas: flankte, schoss. Vergaß ab und an die Absicherung. Zur Pause raus.


Sami Khedira: Sehr zweikampfstark, aber die Ruhe fehlte. Orientierte sich stark mit nach vorn - so wurden die Räume eng. Pech bei Latten-Kopfball (45.).

Toni Kroos: Der beste Deutsche. Der Münchner organisierte von hinten das Spiel, spielte gute Pässe wie auf Gomez (15.). Und er traf noch selbst aus 18 Metern.

Dennis Aogo: Die Umstellung auf das neue System fiel ihm schwer. Oft zu zögerlich, zu ungenau beim Flanken. Später mehr nach hinten orientiert.

Mesut Özil: Viele Ballkontakte, viele Versuche - aber der große Zauber fehlte. Zu wenig Pässe kamen an. Und mit Götze fand er sich nicht zusammen.

Mario Götze: Das Supertalent fand einfach nicht ins Spiel. Seine Fähigkeiten blitzten höchstens einmal auf. Nach einer Stunde war Schluss für das Duo Götze/Özil.

Mario Gomez: Der Kapitän hatte in seinem 50. Spiel die Führungschance (15.), scheiterte aber. Arbeitete viel, wurde aber aus dem Mittelfeld nicht in Szene gesetzt.

André Schürrle: Führte sich gleich mit einem Schuss ein (46.). Brachte mit seiner Einwechslung nach der Pause neuen Schwung. Er ist im Kommen.

Simon Rolfes: Ab der 46. Minute dabei. Der Leverkusener spielte ruhig und unaufgeregt. Bei seinem zweiten Länderspieltor schaltete er schnell.

Lukas Podolski: Durfte nach 66 Minuten versuchen, die Pleite noch zu verhindern. Der Kölner war engagiert, auch wenn er selbst nicht in gefährliche Positionen kam.

Thomas Müller: Mit Podolski eingewechselt ersetzte er Götze/Özil. Und der Münchner war weitaus effektiver: Sein neuntes DFB-Tor rettete noch das Remis.

Cacau: In der Schlussphase wurde der Stuttgarter noch ins Geschehen geworfen. Er rannte sich aber fest.

Lars Bender: In den letzten Minuten noch mit im Spiel.

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