Der junge Keeper zeigte sich - zumindest was den ersten Treffer des Schalker Doppel-Torschützen Teemu Pukki angeht - einsichtig. «Es ist ärgerlich, dass ich mich dafür entscheide rauszulaufen. Ich komme dabei einen Schritt zu spät», sagte Zieler. Aus Slomkas Sicht hatte Zieler auch beim zweiten Pukki-Treffer gepatzt: «Ich denke, dass das auch eine Situation ist, in der Ron sich einfach besser positionieren muss. Er steht da quasi neben dem Tor.» Zieler sah die Situation nicht so eindeutig: «Da kann man sich drüber streiten, ob ich da falsch stehe.» Slomka, der den Nachwuchsmann im Januar zu Hannovers Nummer eins gemacht hat, sah aber auch über die Gegentore hinaus Zielers Spiel kritisch: «Er war insgesamt unsicher bei vielen Aktionen - kommt er raus oder nicht? Deswegen bin ich auch unzufrieden, weil ich glaube, dass der Ron an einem guten Tag diesen Ball locker hält.» Immerhin attestierte der Coach später noch, dass Zieler seinem Team in der Schlussphase mit zwei prächtigen Paraden den Punkt noch gerettet habe. Zieler erlebt derzeit eine Art Achterbahnfahrt. Bereits beim Europa-League-Hinspiel gegen Kopenhagen hatte er unglücklich ausgesehen und anschließend gegen Bayern München grandios gehalten. Und in der vergangenen Woche schrie Slomka den jungen Mann im Training an: «Ws machst du da? Bist du im Sekundenschlaf?» Der talentierte Tormann versucht das Auf und Ab, das sich auch im Schalke-Spiel widerspiegelte, gelassen zu nehmen. «Es ist als Torwart immer so», sagte Zieler: «Man kann Spiele für eine Mannschaft gewinnen oder verlieren.»
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