Löw will die letzten zwei Punktspiele als wichtige Tests für die EM-Endrunde vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 in Polen und der Ukraine nutzen. Ein Zurücklehnen gibt nicht, mahnte der Bundestrainer: «Die souveräne Qualifikation bedeutet nicht gleich den EM-Titel.» Für jeden Spieler geht es auch darum, sich für sein ganz persönliches EM-Ticket zu empfehlen. «Jeder kann seine Position stärken», erklärte Löw. Allerdings werde sich die EM-Elf erst in der unmittelbaren EM-Vorbereitung im Mai 2012 herauskristallisieren. «Da entscheidet sich, wer aufläuft bei einem Turnier», sagte Löw. Nach fünf vergeblichen Anläufen soll der Gladbacher Marco Reus in der Türkei oder gegen Belgien endlich sein Länderspieldebüt feiern. «Es ist an der Zeit, dass er bei uns mal einen Einsatz bekommt», bemerkte Löw. Der 22 Jahre alte Außenstürmer Reus musste allein viermal verletzt von der Nationalelf abreisen. «Ich denke, dass er in einem der Spiele zum Einsatz kommt», kündigte Löw an. Der erweiterte Kandidatenkreis für die EM umfasst ungefähr 35 Spieler. Nur 23 können mit nach Polen und in die Ukraine. Zu den Anwärtern zählt auch der Dortmunder Ilkay Gündogan. Der 20-Jährige soll nach dem EM-Qualifikationsspiel mit der U 21-Auswahl an diesem Donnerstag gegen Bosnien-Herzegowina am Wochenende zur A-Mannschaft stoßen. Denn erst mit einem Einsatz im Punktspiel gegen Belgien wäre der Deutsch-Türke endgültig für Deutschland festgespielt und könnte sich nicht mehr für die A-Nationalelf der Türkei entscheiden.
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