Mit Freude erzählt Özil von seiner neuen großen Liebe Real und den Erfahrungen im Land des Weltmeisters, der im kommenden Jahr bei der EM endlich bezwungen werden soll. Krafttraining für eine bessere Durchsetzungsfähigkeit und mehr Effizienz im Torabschluss übe er in Madrid in Extraschichten - und der Erfolg wird sichtbar. Energisch setzte sich der 22-Jährige vor seinem ersten Tor durch, kaltschnäuzig schloss er zum zweiten Treffer ab - das Trefferkonto im DFB-Trikot wurde im 27. Länderspiel flugs auf sechs erhöht. «Ich habe selber hart an mir gearbeitet. Ich bin zum größten Verein der Welt gewechselt. Da läuft es prima für mich. Ich habe das Vertrauen des Trainers, so wie hier», erzählte Özil. Verschmerzen konnte er, dass Schiedsrichter Paolo Tagliavento das erste Tor des Abends nicht ihm, sondern Miroslav Klose zusprach. «Für mich persönlich ist das unwichtig», sagte er. Den Kurzstopp in der Heimat wollte Özil zu einer Visite bei Verwandtschaft und Freunden im Revier nutzen. «Ich denke schon, dass es klappen wird, meine Familie zu besuchen», sagte er gleich nach dem Spiel. Wie gerufen kam da natürlich die vom Bundestrainer am Samstag verordnete Ruhepause. Schon gegen Brasilien durfte er im August nach einer strapaziösen Welttour mit Real die Beine hochlegen. Den großen Hype um ein nun erneut verschobenes Zusammenspiel mit dem Dortmunder Supertalent Mario Götze sieht Özil als feste Größe ganz gelassen. Mit Selbstvertrauen kann er sagen: «Das entscheidet alleine der Bundestrainer, mit wem ich zusammenspielen werde.» Was der Spanien-Legionär kann, weiß der Bundestrainer schon. Und die nächste Reise wird für Özil aufregend genug. Im Oktober geht es mit dem DFB-Team in die Türkei, das Land seiner Vorfahren.
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