Schnuppertest für Torwart Zieler: Löws 3. Kraft
Hannover (dpa) - 19.08.2011, 14:06 Uhr
Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler wurde zur Nationalmannschaft eingeladen.
Joachim Löw setzt seinen Jugendkurs auch auf der Torhüterposition unbeirrt fort und hat Ron-Robert Zieler vorzeitig eine Nominierung für die kommenden Fußball-Länderspiele versprochen. Der 22 Jahre alte Schlussmann von Hannover 96 wird im Aufgebot der Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel am 2. September gegen Österreich und den Test vier Tage später in Danzig gegen EM-Gastgeber Polen stehen. «Wir werden - wie immer bei einem Doppel-Spieltag - einen dritten Torhüter einladen. Es wird Ron-Robert Zieler sein», sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits eine Woche vor der kompletten Kaderbekanntgabe durch Löw. «Das ist ein schönes Gefühl, ich fühle mich geehrt. Sicher geht das sehr schnell, doch ich nehme es gerne an», sagte Zieler, der die Botschaft einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Sevilla im Kraftraum erhielt.
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Nach der langfristigen Verletzung von Leverkusens René Adler braucht Löw eine Alternative als dritte Kraft hinter Stammtorwart Manuel Neuer und Ersatzmann Tim Wiese. Von allen Kandidaten habe Zieler die Einladung «am meisten verdient», sagte Köpke. «Er gehört mit seinen 22 Jahren zu der jungen Generation, die das moderne Torwart-Spiel verkörpert, das wir beim DFB sehen wollen», betonte Löws Experte für Schlussmann-Fragen. Für Zieler eröffnet sich damit sogar die Perspektive auf eine EM-Teilnahme im kommenden Sommer, sollte Adler nicht zu Fitness und Form zurückfinden oder Neuer oder Wiese ausfallen. «Für 96 und Zieler ist das eine Auszeichnung, Herausforderung und Ansporn. Wir rücken in den Fokus und das tut uns gut», sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Er hatte als ehemaliger Schalker Coach auch Neuer zum Stammkeeper in der Bundesliga gemacht. «Ich hoffe, dass Ron-Robert einen ähnlichen Weg wie Manuel Neuer gehen kann. Es ist ein langer Weg, aber er ist schon sehr weit», sagte Slomka. |