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Kein Sahin II: Löw befördert Gündogan ins A-Team

Dortmund (dpa) - 04.08.2011, 14:16 Uhr

Ilkay Gündogan spielte schon für die deutsche U20-Nationalmannschaft.
Ilkay Gündogan spielte schon für die deutsche U20-Nationalmannschaft.

Die Vergleiche mit Nuri Sahin mag Ilkay Gündogan einfach nicht mehr hören. Schneller als erwartet bekommt der technisch begabte Mittelfeldmann die Chance, sich auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft aus dem Schatten seines Vorgängers bei Borussia Dortmund zu spielen.

Bundestrainer Joachim Löw berief den 20-Jährigen als Neuling in seinen Kader für den Saisonauftakt am 10. August in Stuttgart gegen Brasilien. «Ich freue mich riesig, dass der Bundestrainer mir sein Vertrauen schenkt und werde wie in meinem Verein auch in der Nationalmannschaft alles geben. Für mich erfüllt sich mit dieser Berufung ein Traum», sagte der gebürtige Gelsenkirchener.

Mit einer tollen Saison beim 1. FC Nürnberg hatte sich der Junioren-Nationalspieler für höhere Aufgaben empfohlen, mehrere Clubs buhlten um den Nachfahren türkischer Einwanderer. Die Entscheidung für Dortmund war lukrativ, bedeutete für Gündogan aber auch die Last, nun ständig an den Leistungen des zu Real Madrid transferierten Sahin gemessen zu werden. «Der ständige Vergleich mit Nuri Sahin ist völlig unangebracht und unnötig. Es hilft keinem, alles was ich tue, mit ihm zu vergleichen. Ich halte das für Quatsch», sagte Gündogan der «Sport Bild».

Für Bundestrainer Löw zählen nur die Qualitäten Gündogans. «Ilkay hat eine gute Entwicklung gemacht und auch aktuell in den Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Er ist ein technisch begabtes Talent mit hoher Spielintelligenz. Daher ist es eine gute Gelegenheit, ihn zu Beginn der Europameisterschafts-Saison persönlich im Kreise des Teams kennenzulernen», begründete der DFB-Chefcoach die Nominierung. Schon vor der Berufung hatte der junge Ballvirtuose unbeschwert über ein vorausgegangenes Telefonat mit Löw geplaudert.

Vier Millionen Euro ließ sich Dortmund den neuen Mann kosten. Im Gegensatz zu seinem Nürnberg-Kumpel Mehmet Ekici entschied sich Gündogan nach dem Vorbild Mesut Özils früh für eine Karriere im DFB-Dress und gegen Einsätze für die Türkei. «Es stand für mich schon seit langem fest, dass ich für die deutsche Nationalmannschaft spielen möchte», sagte der 20-Jährige. Auch dies unterscheidet ihn von Sahin.


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