Bereits am Donnerstagabend hatte es in der Gegend rund um den Schwedenplatz Zusammenstöße zwischen Fans und Polizei gegeben. Rund 150 gewaltbereite Anhänger der DFB-Elf zettelten nach Angaben der Polizei eine Schlägerei mit Österreichern an und demolierten ein Lokal. Zwei Deutsche wurden festgenommen. Die Beamten gingen am Freitag von etwa 400 angereisten Hooligans aus, sagte ein Polizeisprecher. Am Abend kontrollierte die Polizei den Einlass rund um das Stadion sehr streng. Auch szenekundige Beamte aus Deutschland waren dafür angereist. Die große Zahl von Hooligans in Wien ist nach Einschätzung der Polizei durch die Ausschreitungen und den Spielabbruch des Derbys Rapid gegen Austria in Wien vor rund zehn Tagen begründet. Das Skandalspiel könnte die Krawallmacher angelockt haben. Bei dem Bundesliga-Spiel hatten Hunderte radikale Rapid-Anhänger das Spielfeld gestürmt und Fans wie eigene Spieler angegriffen. Die Partie musste in der 26. Minute abgebrochen werden, mehrere Menschen wurden verletzt. Als Reaktion auf die «Schande von Hütteldorf» begann in Österreich eine Debatte über mehr Sicherheit und härtere Strafen für Fußball-Rowdies.
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