Löw zu Hoeneß: Macht Bayern gegen Holland Sinn?
Mönchengladbach (dpa) - 30.03.2011, 10:53 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw konterte die Kritik von Uli Hoeneß.
Der neueste Verbalangriff von Uli Hoeneß brachte Joachim Löw nicht aus der Ruhe, auch wenn der Bundestrainer seinen Ärger nicht ganz verbergen konnte. «Nächstes Jahr macht Bayern ein Spiel in der EM-Vorbereitung gegen Holland. Da werde ich auch mal fragen, ob das Sinn macht», bemerkte Löw in Richtung des Bayern-Präsidenten, der einmal mehr Freundschaftsspiele der deutschen Nationalmannschaft wie das gegen Australien (1:2) infrage gestellt hatte. «Aber erst im nächsten Jahr», schloss der DFB-Chefcoach ein wenig süffisant an. Sachlich wies Löw darauf hin, dass alle Bundesliga-Clubs, auch der FC Bayern, den Terminplan der Nationalmannschaft mit abgesegnet hatten: «Die Termine stehen eh fest. Für uns ist das Spiel so wichtig wie für Vereine das eine oder andere Spiel in der Vorbereitung.» Der Bundestrainer hatte den «Aussie»-Test dazu genutzt, gleich einer ganzen Reihe von nachrückenden Stars eine Chance zu geben.
Auch wenn das Ergebnis daneben ging, lässt Löw keine Zweifel gelten: «Ich glaube nicht, dass das internationale Niveau, so hart und ruppig wie es heute war, im Training vorherrscht, wenn man Zehn gegen Zehn spielt.» Hoeneß hatte zuvor behauptet: «Ein Trainingsspiel bei Bayern, Team A gegen Team B ist besser bestückt als das Spiel gegen Australien.» Löw erinnerte Hoeneß ganz höflich an einige gemeinsame Projekte. «Ich glaube, wir haben auch mal Freundschaftsspiele absolviert für Bayern München, bei der Stadioneinweihung oder beim Abschiedsspiel von Oliver Kahn.»
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