«Spaß und Reiz»: Löw & Co. verlängern bis 2014
München (dpa) - 15.03.2011, 16:06 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw (r) verlängert seinen Vertrag in Anwesenheit von DFB-Präsident Theo Zwanziger.
Paukenschlag beim DFB: Joachim Löw hat nach kurzen Geheimverhandlungen seinen Vertrag als Bundestrainer überraschend schon jetzt bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien verlängert. Der 51-Jährige ist damit zugleich von dem sich rasant drehenden Trainerkarussell in Deutschland abgesprungen - auch als möglicher Bayern-Coach nach der EM 2012 scheidet er aus. Der DFB konnte sich mit dem Vertragscoup langfristig die Dienste des derzeit begehrtesten deutschen Trainers neben Jürgen Klopp sichern, der mit Borussia Dortmund vor dem Gewinn der Meisterschaft steht. «Wir haben noch einige Ziele vor uns», sagte Löw am Dienstag in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main nach der vorzeitigen Verlängerung um zwei Jahre. Auch Teammanager Oliver Bierhoff, Co-Trainer Hansi Flick und Torwartcoach Andreas Köpke unterschrieben neue Arbeitspapiere bis 2014. Die sportliche Leitung habe «unglaublich viel Spaß» an der Arbeit mit der jungen deutschen Nationalmannschaft, der eingeleitete «Prozess» sei noch nicht abgeschlossen. Löw sprach von einer «reizvollen Aufgabe». Er wolle mit seiner jungen Mannschaft «Titel anstreben», den Zenit des Teams sieht er erst in einigen Jahren erreicht. «Ich denke, die EM 2012 kann so ein kleines Zwischenziel sein in Richtung WM 2014», sagte Löw: «Wir haben junge Spieler und großartige Perspektiven.»
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DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach von «einem guten Tag für uns». Er bewertete die langfristige Einigung, die Löw mit einer «minimalen Erhöhung» seines Millionengehaltes versüßt worden sei, auch als Ausdruck gegenseitigen Vertrauens. «Das ist für mich Kontinuität in der Qualität», betonte der Verbandschef. Löw werde von ihm auch in Zukunft nicht allein an Ergebnissen gemessen: «Wir wollen keinen Rumpelfußball, wir wollen attraktiven, leidenschaftlichen Fußball.» DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der seinen Vertrag am Dienstag sogar bis zum 31. Oktober 2016 verlängerte, hatte die laut Verband «schnellen und unkomplizierten» Gespräche geführt. «Die Zusammenarbeit mit unseren sportlichen Köpfen läuft hervorragend, das Klima bei der Nationalmannschaft stimmt, ebenso die Ergebnisse, und wir sehen glänzende Perspektiven. Warum sollte man denn bis zum Ende der EM-Qualifikation warten?», erklärte Niersbach. Bierhoff hob die erfolgreiche Arbeit der gesamten Löw-Crew im «Sportlichen über das Wirtschaftliche bis zum positiven Image unseres Teams» hervor. |