«Ich glaube, dass man eine ähnliche Situation wie 2010 vermeiden will, als die Entscheidung erst nach der WM in Südafrika fiel. Damit konnten zwar alle Beteiligten umgehen, trotzdem war dieses Thema ständig präsent während des Turniers. Wie gesagt: Das möchten wir bei der EM 2012 vermeiden», sagte Löw der «Sport-Bild». Mit dem frühzeitigen Ja-Wort für eine Fortführung der Zusammenarbeit mit dem Verband hätte Löw auch die Spekulationen um seine Person beendet. Der frühere Coach des VfB Stuttgart wurde in der vergangenen Woche auch als möglicher Trainer des FC Bayern München nach der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine ins Spiel gebracht. «Nein», sagte Löw, dieses Thema stelle sich für ihn nicht. Auch eine Doppelfunktion als Bayern- und Nationaltrainer schloss er aus: «Das kommt für mich nie infrage.» Löw fühlt sich als Verbandstrainer pudelwohl. Sein Ziel mit der Nationalmannschaft ist bei den kommenden Turnieren der große Wurf. «Man strebt nach dem Titel», hatte Löw zu Jahresbeginn erklärt. Er bescheinigte seinem aktuellen Team eine Titelreife schon 2012. Der letzte deutsche Turnier-Triumph liegt schon 15 Jahre zurück: 1996 wurde Deutschland in England Europameister. Wenn es nicht schon 2012 klappen sollte, will sich Löw frühzeitig eine zweite Chance 2014 sichern: Die EM sei «auch ein Zwischenschritt zur WM in Brasilien».
 |