Trotz nach 1:1: «Irgendwann schlagen wir Italien»
Dortmund (dpa) - 10.02.2011, 08:42 Uhr
Bastian Schweinsteiger (l) im Zweikampf mit dem Italiener Sebastian Giovinco.
Nach dem wieder verpassten Prestigeerfolg gegen Italien haben die deutschen Fußball-Nationalspieler nur trotzig in die Zukunft blicken können. «Schade, dass wir noch das Tor bekommen haben», ärgerte sich Bastian Schweinsteiger angesichts des späten Ausgleichtreffers des viermaligen Weltmeisters beim 1:1 in Dortmund. Seit 16 Jahren wartet die DFB-Auswahl auf einen Sieg gegen den Angstgegner - auch die Revanche für das verlorene WM-Halbfinale 2006 gelang nicht. «Unsere Bilanz ist nicht gut gegen Italien», beklagte Schweinsteiger, aber er versprach den deutschen Fans: «Ich bin mir aber sicher, dass wir sie irgendwann schlagen werden.» Einmal mehr hatte in einen Testspiel jene letzte Konsequenz gefehlt, welche die deutsche Mannschaft in Punktspielen auszeichnet. «In der zweiten Halbzeit haben wir es auch ein bisschen versäumt, so viel zu investieren, dass wir das 2:0 machen», rügte Joachim Löw.
Der Bundestrainer hatte aber auch persönlich die letzte Konsequenz für den Erfolg vermissen lassen, denn er wechselte Leistungsträger wie Kapitän Philipp Lahm und Miroslav Klose in der zweiten Hälfte aus. «Ein Grund ist der Spagat, dass man einige Wechsel macht», erklärte Löw selbstkritisch: «Wenn man in einem Qualifikationsspiel 1:0 führt, nimmt man möglichst wenige Korrekturen vor. Aber ich wollte den einen oder anderen einfach sehen.» Vor 60 196 Zuschauern in der nicht ausverkauften Dortmunder WM-Arena schoss Klose Deutschland in der 16. Spielminute mit seinem 59. Länderspieltor in Front. Der eingewechselte Giuseppe Rossi sorgte neun Minuten vor dem Schlusspfiff noch für den insgesamt verdienten Ausgleich der «Squadra Azzurra». Äußerst ärgerlich war das, wie Lahm fand: «Wir haben ein dummes Gegentor bekommen.» Das Spiel litt zudem unter den schlechten Platzverhältnissen im Borussen-Stadion. «Es war schwierig», gestand der eingewechselte Lokalmatador Mats Hummels. |