Weil die neue «Squadra Azzurra» erst ganz am Anfang steht, erwarten nicht einmal die «Tifosi» einen Sieg, obwohl Prandelli Mut macht: «Wir sind schon wieder im Aufwind, und in seinen schwierigen Momenten hat Italiens Fußball stets neue Kräfte mobilisiert.» Dass der 33-jährige Team-Senior Buffon nach seinem Bandscheiben-Vorfall bei der WM erstmals wieder im Tor der «Azzurri» steht, beruhigt den Nachfolger von Marcello Lippi. «Ich bin überglücklich, nicht nur wegen seiner Klasse, sondern auch wegen seiner für das Team wichtigen Begeisterung und Ausstrahlung», erklärte Prandelli. Der Kapitän ist nach mehr als sechs Monaten Pause aber längst noch nicht in Top-Form - genau so wenig, wie der eigentlich als Spielmacher vorgesehene Antonio Cassano. Lippi hatte das «Enfant Terrible» hartnäckig ignoriert, für Prandelli ist der 28-jährige Stürmer der neue kreative Kopf der «Azzurri». Im Herbst aber rastete er bei Sampdoria Genua wieder einmal aus, flog raus und konnte wochenlang nicht richtig trainieren. Deshalb hinkt der beim AC Mailand untergekommene Süditaliener derzeit hinterher. Prandelli lässt ihn neben Giampaolo Pazzini stürmen, aber Lazios Stefano Mauri deshalb den anstrengenden Job als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff übernehmen. Im Mittelfeld bestätigte Prandelli den Deutsch-Italiener Riccardo Montolivo auf der rechten Seite neben Debütant Thiago und Routinier De Rossi. Der Florentiner war bei der WM einer der wenigen Lichtblicke der Italiener. In der Vierer-Abwehrkette rückt Giorgio Chiellini als Nachfolger des legendären Abwehrchefs Fabio Cannavaro diesmal auf die linke Außenposition.
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