Löw blickt - ob mit oder ohne Kapitän Ballack - optimistisch in die Zukunft: «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass unser Team in der Lage ist, 2012 oder 2014 einen Titel zu holen.» In der «wissbegierigen Mannschaft» stecke «sehr viel Potenzial». Die nächsten Jahre könnten darum «wahnsinnig viel Spaß machen», schwärmte der 50-Jährige. Nach zwei dritten Plätzen bei den WM-Turnieren 2006 und 2010 sowie dem Einzug ins EM-Finale 2008 wollen aber auch die Spieler bei den großen Turnieren nicht mehr länger mit leeren Händen dastehen. «Wir haben Großes vor, wir wollen endlich mal wieder einen Titel nach Deutschland holen», sagte Kapitän Philipp Lahm bei der Sportlerwahl. Löw hat seine WM-Bronzemedaille gar nicht behalten, wie er in Baden-Baden verriet. «Ich habe sie nach dem letzten Spiel verschenkt, an mein Patenkind.» Die 18-jährige Charlene hatte beim gewonnenen Spiel um Platz drei gegen Uruguay in Port Elizabeth auf der Tribüne mitgefiebert. Neben Welt- und Europameister Spanien sei man in den letzten Jahren «die konstanteste Nationalmannschaft», bilanzierte Löw stolz. Den «größten Entwicklungssprung» bescheinigte er Bastian Schweinsteiger: «Er ist eine große Persönlichkeit geworden.» Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich kurz vor Weihnachten mit den Nationalspielern auch auf eine Prämienregelung für den Fall der Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine geeinigt. 18 000 Euro erhält jeder Spieler pro Einsatz. Bei einer Nominierung für alle zehn Qualifikationspartien kann ein Akteur auf insgesamt 180 000 Euro kommen. Die Auszahlung der Prämien ist sehr wahrscheinlich: Die DFB-Auswahl führt die Gruppe A nach vier Siegen in vier Spielen mit zwölf Punkten klar vor Österreich (7 Punkte) und der Türkei (6) an.
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