«Das sind Spieler, bei denen man das Gefühl hat, dass sie ihren Beruf und ihre Karriere sehr, sehr ernst nehmen. Sie sind ehrgeizig, gewissenhaft und haben klare Vorstellungen davon, wie es mit ihnen in ihrem Leben weitergehen soll, sagte Löw der «Welt am Sonntag». Ein Selbstläufer Richtung große Karriere ist die Premieren- Nominierung aber nicht. Warnende Beispiele für gescheiterte Personal- Experimente gibt es auch in der Ära Löw. Exakt vor zwei Jahren kam Marvin Compper vom damaligen Überraschungs-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim gegen England (1:2) ins Team - er blieb eine Eintagsfliege auf der linken Abwehrseite. In Göteborg darf auf der Problemposition nun in Abwesenheit des geschonten und ohnehin lieber rechts spielenden Philipp Lahm BVB-Mann Schmelzer auf ein Debüt hoffen. Noch will Löw zwar nicht verraten, welcher seiner Novizen in der Startformation stehen wird. Dem 22- Jährigen, der in Dortmund Club-Held Dede verdrängte, werden aber die besten Chancen eingeräumt. Vereinskollege Götze könnte als zweitjüngster DFB-Debütant seit Uwe Seeler 1954 auf der rechten Seite die Lizenz zum Wirbeln bekommen und Thomas Müller anstacheln, sich nicht auf den Lorbeeren seines Traumjahres 2010 auszuruhen. Dass ein 18-Jähriger (Götze) mit einem 21-Jährigen (Müller) konkurriert, ist zum Ende «eines positiven und erfolgreichen Jahres» ganz nach Löws Geschmack. «Unser Ziel bleibt, solch junge Spieler heranzuführen an die Nationalmannschaft und damit Druck auf die Etablierten auszuüben», sagte Löw.
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